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Baden-Württemberg

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Tarifrunde Metall - SÜDWESTMETALL: 5,5 Prozent Lohnplus wäre für Gros der Betriebe untragbar

Als "überzogen und unangemessen" haben die Metallarbeitgeber im Land den Forderungsbeschluss der baden-württembergischen IG Metall für die kommende Tarifrunde bezeichnet. "Die Gewerkschaft hat ihre interne Diskussion leider nicht genutzt, um sich mit der Realität auseinanderzusetzen. Zu dieser Realität gehören geringes Wachstum, magere Aussichten für 2015 und eine niedrige Inflation", sagte tefan Wolf, Vorsitzender des Arbeitgeberverbands SÜDWESTMETALL, am Dienstag in Stuttgart: "Bei den qualitativen Themen sehe ich zwar Lösungsansätze bei der Altersteilzeit. Eine bezuschusste Bildungsteilzeit lehnen unsere Mitgliedsunternehmen aber entschieden ab."

Wolf verwies darauf, dass alle Wirtschaftsforscher einschließlich der Sachverständigen ihre Wachstumsprognosen für 2014 und 2015 zuletzt deutlich nach unten korrigiert haben. Hinzu komme, dass einzelne Industriezweige sich bereits jetzt im Rückwärtsgang befänden: „Und dann fordert die IG Metall 5,5 Prozent mehr, was bei der geringen Inflation fast fünf Prozent reales Lohnplus bedeuten würde.

Das ist grob fahrlässig und wäre für das Gros der Betriebe untragbar." Offensichtlich habe die IG Metall auch vergessen, dass mit den letzten beiden Tarifabschlüssen die Entgelte in der Metall- und Elektroindustrie bereits um zehn Prozent angehoben wurden, was für die Beschäftigten im Durchschnitt ein Plus von 5.000 Euro bedeutet habe. „Es ist kein sinnvoller und fairer Ansatz, wenn die IG Metall die Lohnkluft zu anderen Branchen immer weiter vergrößern will", sagte der SÜDWESTMETALL-Vorsitzende.

Eine Lösung bei der Altersteilzeit hält Wolf für denkbar. Allerdings passe ein genereller Anspruch für alle Beschäftigten nicht mehr in die Zeit: „Wir brauchen Lösungen für diejenigen, die im Alter nicht mehr arbeiten können. Wenn jemand früher aufhören will, obwohl er noch könnte, ist das seine Sache. Aber das sollten wir nicht auch noch fördern und bezuschussen."

Auf deutlichen Widerstand bei den Mitgliedsunternehmen stoße jedoch die von der Gewerkschaft geforderte Teilzeit für persönliche Weiterbildung, die vom Arbeitgeber bezuschusst werden soll. „Weiterbildung ist im eigenen Interesse der Betriebe.

Deshalb engagieren sie sich hier ja in höchstem Maße. Aber Maßnahmen zu bezuschussen, bei denen nicht einmal sichergestellt ist, dass sie dem Betrieb nutzen, ist ein falscher Ansatz", sagte Wolf:„Über Weiterbildung können wir jederzeit reden. Aber nur über Lösungsansätze, die fair für alle sind – für alle Betriebe und alle Beschäftigten."

Über die Forderungen und Beschlüsse der IG Metall haben wir heute ebenfalls berichtet: Lesen Sie den Artikel hier!


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