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Region Neckar-Alb

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Mäßig mit Grund zur Hoffnung - IHK-Umfrage zur wirtschaftlichen Lage

Stagnierende Umsätze und weniger Aufträge. Das sind die Themen, mit denen die Unternehmen in der Region derzeit zu kämpfen haben. Dementsprechend sind auch die Ergebnisse der neuesten IHK-Konjunkturumfrage: 49 Prozent, also knapp die Hälfte der rund 400 Teilnehmer bezeichnen ihre Lage als befriedigend. Auch IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Epp stuft die aktuelle Lage als mäßig ein. Grund zur Hoffnung gebe es aber dennoch.

Blauen Himmel und Sonnenschein gab es amMontagvormittag vor der IHK Reutlingen. Zu der wirtschaftlichen Großwetterlage will die Frühjahrssone aber nicht so richtig passen. Denn bei den Unternehmen, auch in der Region, sieht es aktuell eher mäßig aus.

"Die Konjunkturdaten sind nicht so gut, wie wir sie vor Jahren noch gewohnt waren. Das betrifft fast alle Branchen. Wir haben auch Branchen, die noch okay sind, das sind vor allem die Dienstleister. Aber eben auch Branchen wo wir uns Sorgen machen" sagte der Hauptgeschäftsführer der IHK-Reutlingen, Dr. Wolfgang Epp.

Zu diesen gehört nach wie vor der Einzelhandel. Mit 34 Prozent seien erneut weniger Händler als bei der letzten Umfrage mit ihrer Situation zufrieden. Immerhin: Jeder Zweite beurteilt die Lage als befriedigend. Auch das Baugewerbe muss Einbußen hinnehmen. Der Konjunkturindex hat sich im Vergleich zur Vorumfrage aber leicht verbessert.

Nicht besonders gut sieht es im Bereich der gewerblichen Wirtschaft, also bei den Industrieunternehmen aus. Vor allem die gestiegenen Kosten machen den Unternehmen zu schaffen, auch wenn es Hoffnung gebe.

"Da haben wir wirklich Dämpfer, aber auch Hoffnungsschimmer. Der Export zieht wieder leicht an, die Herausforderung ist aber, dass wir wirklich extrem gestiegene Kosten haben. Allein die Materialkosten sind innerhalb kurzer Zeit um fast 30 Prozent gestiegen" so Epp.

Doch es sind nicht nur die Kosten, mit denen die Unternehmen zu kämpfen haben. Zukünftig müsse auch Bürokratie abgebaut werden, denn diese mache es den Unternehmen schwer, zum Beispiel an Förderungen zu kommen. In dieser Hinsicht nimmt Epp auch die Politik in die Pflicht.

"Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft, und dazu zählt auch die Industrie- und Handelskammer – der wir ja angehören – haben jüngst einen Brandbrief an den Kanzler gerichtet und gesagt: So geht es nicht mehr weiter. Wir machen uns große Sorgen um den Wirtschaftsstandort Deutschland" erklärte Epp.

Und auch der mittlerweile bekannte Fachkräftemangel bereite weiterhin Schwierigkeiten. Um diesen in den Griff zu bekommen, könnten laut Epp vor allem ausländische Fachkräfte helfen. Allgemein sieht er den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg – so wie viele Unternehmen in der Region auch – in einer internationalen Ausrichtung. Deutschland sei ein international ausgerichtetes Land, stark verbunden mit der ganzen Welt. Das mache auch die Region Neckar-Alb langfristig erfolgreich.


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