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Mexico / Peru

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Alien?-Mumien vor Mexikanischem Kongress gezeigt: "30% der DNA ist unbekannt"

Zwei menschenähnliche, humanoide Lebewesen präsentierten Wissenschaftler und Ufologen bei einem UFO-Hearing vor dem Mexikanischen Kongress. Dabei handele es sich um mumifizierte oder fossilisierte Körper, die in Cusco, bei Nacza, in Peru gefunden wurden. Sie sollen etwa 1000 Jahre alt sein. Eine DNA-Untersuchung habe ergeben: 30% der DNA sei bisher unbekannt.

Zwei menschenähnliche, humanoide Lebewesen präsentierten Wissenschaftler und Ufologen bei einem UFO-Hearing vor dem Mexikanischen Kongress. Dabei handele es sich um zwei etwa 60 cm große, mumifizierte oder fossilisierte Körper, die in Peru in Cuzco, in der Nähe von Nazca, gefunden wurden. Sie sollen etwa 800-1200 Jahre alt sein, ergab eine Radiokarbon-Datierung. Eine DNA-Untersuchung habe ergeben: 30% der DNA sei bisher unbekannt.

Die mumifizierten oder fossilisierten Körper wurden den Angaben zufolge in einer [Kiesel]Algen-Mine bei Nacza, Peru, entdeckt. Präsentiert wurden die Funde vom mexikanischen Journalist und Ufologe Jaime Maussan vor dem Mexikanischen Kongress. Der Mexikanische Kongress hatte, wie schon kürzlich der amerikanische Kongress, ein Hearing zur Frage der Existenz von UFOs und Aliens veranstaltet.

Auf den ersten Blick wirken die neuen Funde wie aus Stein oder anderem Material herausgearbeitete Figuren. Dieses Mal sollen die Funde allerdings sowohl echt, als auch nichtmenschlich sein:

Das habe eine ausführliche Untersuchung an der mexikanischen UNAM-Universität ergeben; unter anderem eine Untersuchung mittels CT (Computertomografie) und eine Gen-Analyse. Demnach sind alle inneren Organe vorhanden. Das Skelett ist sichtbar. Der Bau der Körper ist menschenähnlich. Die Körper verfügen über zwei Füße und zwei Arme, die allerdings jeweils drei Finger, aber keinen Daumen besitzen.

 

Humanoide Mumie - Hearing Mexikanischer Kongress 2Humanoide Mumie - Hearing Mexikanischer Kongress 2

 

Die Universität äußerte sich Medienberichten zufolge mittlerweile zu den Untersuchungen: Man habe zwar das Alter der Proben bestimmt; könne jedoch keine Aussagen zu deren Herkunft machen.

Das Hearing nebst Präsentation der Funde wurde vom TV-Kanal des Mexikanischen Kongresses übertragen. Gezeigt wurden neben den nichtmenschlichen Körpern auch die  mittels Computertomografie erstellten Aufnahmen von Kopf, Gehirn und restlichem Körper.

Die Gesichter sind menschenähnlich. Der große Umfang der beiden Augen lasse auf ein großes Blickfeld schließen. Der Kopf ist langschädelig und extrem nach hinten verlängert. Die Form des Gehirns ist entsprechend. Die Kiefer sind zahnlos. Die Nahrungsaufnahme könne also nicht durch Kauen, sondern durch "Schlucken" erfolgt sein. Die Knochen sind stabil, aber leicht; ähnlich Vogelknochen. 

Im Bauchraum eines der Körper befinden sich mehrere rundliche Objekte, die als "Eier" angesprochen werden. Zudem habe man in den Körpern mehrere seltene Metalle gefunden, die als "implantiert" bezeichnet werden.

Eine DNA-Untersuchung habe einen Anteil von 70% bekannter DNA, sowie 30% bislang unbekannter DNA ergeben: "Diese Proben sind nicht Teil unserer irdischen Evolution..", sagte Maussan: "Es sind keine Lebwesen, die nach einem UFO-Absturz gefunden wurden", sagte er weiter: "Sind wurden in Diatom ([Kiesel]Algen) - Minen gefunden und sind später fossilisiert (versteinert)".

In nachfolgendem "X"-Video (vormals Twitter) ist das Hearing dokumentiert, zusammen mit den vorgestellten CT-Aufnahmen; (auf Spanisch, teilweise mit Untertitel versehen):

 

 

"Bloß übergezogene Fellreste": Peru wollte die Funde nicht haben

Maussan hatte die Funde schon 2017 in Peru in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt:

Demnach hatte er mehrere Körper von Grabräubern erworben. Vom Fundort hat er einige wenige Fotos; er selbst kenne den Fundort nicht - sagt er damals.

![From Gaia: Die Mumien von Nazca – Pressekonferenz mit Jaime Maussan | Am 17. Juli 2017 hielt Jaime Maussan eine Pressekonferenz und](link-previews/2023-09-14-Gaia-Die_Mumien_von_Nazca_–_Pressek....png) https://www.gaia.com/de/video/mummies-nazca-press-conference-jaime-maussan

Eine erste Röntgen-Untersuchung der Körper in 2017 habe ergeben, dass ein Teil der Körper manipuliert und wohl aus verschiedenen Einzelteilen zusammengesetzt war. Mehrere andere Körper erwiesen sich dem Radiologen zufolge, der die Untersuchung vorgenommen hatte, als nicht manipuliert. Eine Fälschung schloss er aus. An diesen wurden damals dann die weiteren Untersuchungen vorgenommen.

Unter den Funden wurden zwei verschiedene Formen identifiziert, die sich zwar ähnelten, aber sich in einigen Details unterschieden. Eine davon weist Maussan zufolge eine reptilienartige Hautstruktur auf.

Maussan versuchte dann erfolglos, das peruanische Kultusministerum für die Funde zu interessieren, da es sich um nationales Kulturgut handele.

Das peruanische Kultusministerium bezeichnete diese, wie Maussan damals in der Pressekonferenz bekannt gab, offenbar ohne detailliertere Überprüfungen als Fälschungen, als neuzeitliche Gegenstände, denen Fellreste übergezogen worden seien.

Da die Funde in der Konsequenz von Peru nicht als Kulturgut eingestuft wurden, konnte Maussan die Funde später wohl nach Mexico ausführen, wo sie an der UNAM-Universität den neuen Untersuchungen unterzogen wurden. Die Untersuchungsergebnisse wurden zusammen mit zwei der Körper jetzt  dem mexikanischen Kongress vorgestellt.

 

Weitere Informationen und Reaktionen

Der Kongressabgeordnete Sergio Gutiérrez Luna von der Regierungspartei Morena, wies laut MSN.com daraufhin, dass der mexikanische Kongress zu den während der mehr als dreistündigen Anhörung geäußerten Thesen keinen Standpunkt habe. Guiterrez hatte die Anhörung vor dem Kongress „im Namen des öffentlichen Interesses" organisiert, berichtet die FAZ

Die an den Untersuchungen beteiligte mexikanische Universität hat Medienberichten zufolge am Donnerstag eine Erklärung veröffentlicht, dass die Arbeit des Nationalen Labors für Massenspektrometrie mit Beschleunigern (LEMA) nur dazu gedient habe, das Alter der Proben zu bestimmen:  "In keinem Fall ziehen wir Rückschlüsse auf die Herkunft der Proben", zitiert SPIEGEL ONLINE die Universität.

 

Einordnung der Funde durch die Klarner Medien - Wissenschaftsredaktion:

Nach den Ergebnissen der jüngsten Anhörungen des US-Kongresses, ist auch aus seriösem Blickwinkel nicht mehr auszuschließen, dass auf unserem Planeten bislang unbekannte nichtmenschliche, intelligente Lebewesen und nichtmenschliche, fortgeschrittene Technologie existiert. Sollte sich dies bestätigen, ist damit allerdings noch nicht die Frage geklärt, ob diese außerirdischen oder irdischen Ursprungs sind. 

Ob diese jetzt vor dem Mexikanischen Kongress vorgestellten Funde damit im Zusammenhang stehen, ist  unbekannt. Ihr Alter liegt, Radiokarbondatierungen zufolge, bei etwa 1.000 Jahren, und in der Anhörung war von keinen gefundenen, technischen Geräten und ebenso von keiner Kleidung die Rede.

Die -  in der TV-Übertragung - vorgestellten Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchungen der mexikanischen UNAM-Universität machen insgesamt einen fundierten, seriösen Eindruck, und wurden offenbar mit modernsten Untersuchungsmethoden erzielt.

Maussan zufolge, heißt es in einem Medienbericht, sind die Ergebnisse der im Hearing präsentierten wissenschaftlichen Untersuchungen bereits peer-reviewt; wurden also von Dritten - Autoren oder Institutionen - bereits überprüft und nachvollzogen.

Um Irrtümer und Fälschungen vollständig auszuschließen zu können, halten wir es angesichts der postulierten Bedeutung der Funde für zwingend erforderlich, sowohl die peer-reviewten Ergebnisse in Form eines Papers wissenschaftsöffentlich zu publizieren, als auch Proben der Funde an weitere anerkannte Forschungseinrichtungen für eine Überprüfung und Analyse zur Verfügung zu stellen.

Die Einbeziehung von renommierten internationalen Institutionen in die Untersuchung der Körper hatte Maussan bereits in seiner Pressekonferenz in 2017 angeboten.

Bevor eine weitere wissenschaftliche Überprüfung und Bestätigung der jetzt vorgestellten Untersuchungen durch Dritte vorliegt, und bevor die Untersuchungsergebnisse in Form wissenschaftlicher Publikationen nicht vollumfänglich zugänglich sind, sind die nachfolgenden Schlussfolgerungen unserer Wissenschaftsredaktion aus den vorgestellten Daten mit entsprechenden Unsicherheiten behaftet, und entsprechen lediglich einer ersten Einschätzung:

Auch ein Anteil von 30% bisher nicht bekannter DNA muss nicht, wie von Maussan postuliert, zwingend auf einen außerirdischen Ursprung hinweisen. Vielmehr könnte es sich eher um einen bislang noch unbekannten Zweig irdischer Evolution handeln, der sich schon zu einem entwicklungsgeschichtlich sehr frühen Zeitpunkt von den bisher bekannten Evolutionslinien getrennt hat.

Von großem Interesse wird daher auch sein, welche Rückschlüsse man aus den 70% bekannter, übereinstimmender DNA über den Abspaltungszeitpunkt, und den letzten gemeinsamen Vorfahren, ziehen kann.

Zum Vergleich: Mensch und Schimpanse unterscheiden sich in etwa 1,7% ihrer DNA.  Mensch und Gorilla unterscheiden sich um etwa 2,5%. Mensch und Maus um etwa 10%. Mensch und Rind um etwa 20%. Mensch und Schnecken um etwa 30%. Mensch und Vögel unterschieden sich um etwa 35%. Mensch und Pferd um etwa 50%. Mensch und Hund um etwa 75%.

Unklar ist dabei allerdings derzeit noch, ob sich die "30% unbekannte DNA" der jetzt gefundenen Körper auf den Vergleich zur menschlichen DNA, oder überhaupt auf den Vergleich mit ALLER bislang bekannter tierischer DNA handelt. In letzteren Fall würden die beiden gefundenen Körper über 30% genetisches "Sondergut" verfügen, die auf eine sehr lange und höchst isolierte Entwicklung ihrer Art schließen lässt. Im ersten Fall wäre folgendes zu schließen:

In der Gesamtschau sind die gefundenen Körper mit einer genetischen Abweichung von 30% vom Menschen genetisch in etwa soweit entfernt wie Schnecken oder Vögel. Die Abspaltung der Entwicklungslinien, die einerseits zu Mensch und Menschaffen führten, und andererseits zu der jetzt gefundenen, bislang unbekannten Art, muss aber in beiden Fällen zu einem sehr frühen Zeitpunkt stattgefunden haben.

Daraus lässt sich schließen, dass sich das humanoide, menschenähnliche Aussehen der Funde nicht auf einen gemeinsamen (jüngeren) Stammbaum, sondern auf eine konvergente Entwicklung beruht: Daher, das Entwickeln ähnlicher Merkmale aufgrund ähnlich wirkender Umweltbedingungen. Vergleichbar mit den Ähnlichkeiten zwischen  Wolf und dem ausgestorbenen australischen Beutelwolf.

Die großen Augen ähneln ebenso wie die langgliedrigen Finger am ehesten einem Koboldmaki. Bei den  Koboldmakis handelt es sich um kleine, nachtaktive Primaten, die ihre langen Finger insbesondere zum Klettern und Festhalten in Ästen und Bäumen einsetzen.

Daher könnte man aus den überproportional großen Augen (Nachtaktivität) und den überlangen Fingerglieder (Klettern & Festhalten) der mumifizierten Körper auf eine ähnliche Ursprungs-Umgebung schließen, in der sich die Evolution der unbekannten Art vollzogen haben könnte. Anders als die Kobold-Makis weist der Skelettbau der der unbekannten Art auf einen aufrechten Gang hin, der bisher - mit Ausnahme einer vor wenigen Jahren  in Deutschland entdeckten  Affenart Davinus Guggenmosi - lediglich Menschen und Hominiden zugeschrieben worden ist.

 

Resonanz in den Medien

Stand 13.09.2023 hatten - neben mexikanischen Medien - erst wenige internationale Medien, wie beispielsweise The Guardian, über das Hearing berichtet. Medien wie The New York Times oder The Washington Post hatten a  13.09.2023 noch nicht berichtet.

In Deutschland veröffentlichte - neben unserer Redaktion - FOCUS bereits am 13.09.2023 eine entsprechende Meldung.

Am 14.09.2023 zog - am frühen Vormittag -  die FAZ mit einem kurzen, von der AFP übernommenen Artikel nach und zitierte negative Kommentare aus Social Media. SPIEGEL Online veröffentlichte einen ausführlichen Artikel, der auch den Hintergrund von Maussan beleuchtet und im dem der Frage  nach Maussans Seriosität wie auch der Fälschungsfrage ein größerer Raum eingeräumt wird.

Im Laufe des Vormittags zogen dann internationale und deutsche Medien großflächig mit der Berichterstattung nach.

 

Erstveröffentlichung: 13.09.2023-23:00 Uhr | Aktueller Stand: 14.09.2023-14:05

 

Anmerkung der Redaktion 1:

In einer früheren Version dieses Artikels stand im Abschnitt "Einordnung der Funde durch die Klarner Medien - Wissenschaftsredaktion" in Bezug zu den im Hearing präsentierten Untersuchungsergebnissen:

"Sie bedürfen zu ihrer Bestätigung und Verifizierung daher noch zwingend der Aufarbeitung in Form einer peer-reviewten - also von dritten Autoren und Institutionen überprüften - Veröffentlichung in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift, oder zumindest von weiteren Forschungseinrichtungen durchgeführten Untersuchungen, um Irrtümer und Fälschungen vollständig ausschließen zu können."

Medienberichten zufolge gab Jamie Maussan allerdings bekannt, dass die Ergebnisse bereits peer-reviewed sind. Weitere Informationen dazu liegen uns bislang nicht vor.

Anmerkung der Redaktion 2:

In einer früheren Version dieses Artikels stand:

"Maussan hatte [einem Medienbericht zufolge] schon in den vergangenen Jahren Funde vorgestellt, die er als Aliens angesprochen hatte. Damals hatten die Funde einer späteren wissenschaftlichen Überprüfung aber offenbar nicht standgehalten: Einer der früheren Funde hatte sich als menschliche Kindermumie entpuppt. Beim anderen damaligen Fund hatte es sich um eine Fälschung gehandelt."

Eine vertiefte Recherche unserer Redaktion ergab hierzu - abweichend vom ursprünglich zugrunde gelegten Medienbericht - einen anders gelagerten, differenzierten Sachverhalt:

Es hat sich damals offenbar bereits um den Fundkomplex gehandelt, aus dem jetzt zwei Körper dem mexikanischen Kongress präsentiert wurden. Einen Teil der Funde hat Maussan in 2017 selbst als Fälschungen identifiziert, öffentlich gemacht und nicht weiter berücksichtigt.

Für den anderen Teil der Funde weist er der Vorwurf der Fälschungen bereits in seiner Pressekonferenz von 2017 entschieden zurück. Zwei davon wurden jetzt von der mexikanischen UNAM-Universität untersucht und nebst den Ergebnissen jetzt dem mexikanischen Kongress vorgestellt.


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