20 Jahre, 20 Porträts - Jubiläumsausstellung vom Bündnis für Familie
Das Bündnis für Familien Tübingen feiert sein 20-jähriges Bestehen. Das Netzwerk zählt mittlerweile mehr als 100 Institutionen und 400 Privatpersonen. Welche Früchte ihre Arbeit in den vergangenen zwei Jahrzehnten getragen hat, möchten die Verantwortlichen jetzt mit Ausstellungen in der Stadtbibliothek und dem Stadtmuseum feiern.
Das Porträt von Gundula Schäfer-Vogel, Bürgermeisterin für Soziales, Ordnung und Kultur, ziert das Treppenhaus der Stadtbibliothek in Tübingen. Ihres ist eins von insgesamt 20 Porträts, die das 20-jährige Jubiläum des Bündnisses für Familie ehren sollen. "So haben wir einfach versucht, die ganze Vielfalt abzubilden und eben mit Fragen, die die Familien beantwortet haben, so eine Art Steckbrief zu erstellen", so die Familienbeauftragte Carolin Löffler über die Ausstellung.
Dabei beantworten die Steckbriefe laut der Familienbeauftragten Fragen wie: "Was macht euch als Familie aus?" "Was sind eure Besonderheiten?" "Was sind eure Herausforderungen?" und vor allem natürlich: "Was ist euer Bezug zu Tübingen?"
Unter den Porträts ist auch das der Familie von Beate Rawlins. Die alleinerziehende Mutter profitierte enorm von den vergünstigten oder gar kostenlosen Angeboten vom Bündnis für Familie. "Das fängt an beim Kinderschwimmen für alle Kinder, oder auch, dass am Familientag meine Kinder jetzt ein neues Hobby entdeckt haben, und regelmäßige zum Baseball gehen", so Rawlins.
Aber das seien nicht die einzigen Vorteile für ihre Kinder: "Und dann aber auch alles, was mit der KreisBonusCard zu tun hat, erleichtert mir als alleinerziehende Mutter sehr den Familienalltag", gibt Beate Rawlins zu.
Dieses Angebot aufrechtzuerhalten, stellt das Bündnis regelmäßig vor finanzielle Herausforderungen. Für den administrativen Teil ist der Förderverein unter der Leitung von Gerd Müller zuständig. Er kümmert sich darum, Spendenbescheinigungen auszustellen, und dass das gespendete Geld die entsprechenden Kassen füllt.
"Die Gelder sind in der Regel Spendengelder", erklärt Gerd Müller vom Förderverein Lokales Bündnis für Familie. "Wir haben manchmal Großspender, die spezifisch für ein Projekt spenden, auch unter Umständen für mehrere Jahre. Und wir haben auf der anderen Seite auch Kleinspender, die auch einfach mal 5 Euro für irgendwas spenden", so Gerd Müller.
Früher konnte sich das Netzwerk über hohe Kooperationsbereitschaft der Stadt Tübingen erfreuen. Jedoch machen klamme Kassen und damit einhergehende Sparmaßnahmen auch vor dem Hilfsangebot für Familien keinen Halt: "Jetzt sind die Bedingungen schwieriger geworden", muss sich Carolin Löffler eingestehen.
"Das heißt aber nicht, dass wir jetzt Projekte einstampfen mussten, sondern wir müssen einfach kreativer werden. Wir müssen einfach schauen, wie wir die Finanzierung weiterhin gewährleisten. Und eine Option ist, dass wir unseren Kinderfond weiter bekannt machen möchten", erklärt die Familienbeauftragte.
Dazu sollen unter anderem die Ausstellungen in der Stadtbibliothek und im Stadtmuseum beitragen - damit sich das Bündnis für Familien auch nach zwanzig Jahren weiterhin erfolgreich für die Chancengleichheit von Kindern einsetzen kann.