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Münsingen

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Ehrentag: Bundespräsident Steinmeier besucht ehrenamtliche Naturschützer

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat für den morgigen Samstag, den Tag des Grundgesetzes, den ersten deutschlandweiten Ehrentag ausgerufen. Aus diesem Anlass reist das Staatsoberhaupt derzeit durch die Republik, um Ehrenamtlichen seine Wertschätzung zu übermitteln. Am Donnerstag hat Steinmeier die Schwäbische Alb besucht. Nach einer Wanderung am Vormittag, die ihn vom Heidengrabenzentrum zur Burg Hohenneuffen führte, war der Bundespräsident am Nachmittag in Münsingen im Biosphärenzentrum zu Gast. Im Mittelpunkt stand nicht das Zentrum selbst, sondern Menschen, die sich ehrenamtlich für Natur und Umweltschutz einsetzen.

Das Alte Lager in Münsingen, kurz vor halb vier: Ein sichtlich gut gelaunter Bundespräsident steigt aus dem Wagen und wird von Regierungspräsident Klaus Tappeser, Bürgermeister Mike Münzing und Landrat Ulrich Fiedler begrüßt. 

Die ersten Minuten des Besuchs gehören den regionalen Amtsträgern. Sie erklären Steinmeier das Biosphärengebiet Schwäbische Alb und das Biosphärenzentrum. Nach dem Besuch zeigt sich Bürgermeister Mike Münzing begeistert: 

"Ich konnte mich beim Bundespräsidenten einerseits für seine Initiative bedanken, einen Ehrenamtstag in der Bundesrepublik Deutschland auszurufen, und andererseits ihm zurufen, dass Münsingen einen Wahlspruch hat seit vielen, vielen Jahren, nämlich seitdem ich in Münsingen bin: Vor der Wertschöpfung steht die Wertschätzung", so Mike Münzing.

Und die Wertschätzung lässt Bundespräsident Steinmeier zuerst dem Bund Naturschutz Alb-Neckar zukommen. Bei diesem Verein engagieren sich Jugendliche in der Landschaftspflege. Das geschieht in Form von Zeltlagern, in denen das Angenehme mit dem Nützlichen, das Vergnügen mit der Arbeit verbunden wird. 

Kevin Eisenhauer sagte, sie pflegten Montags, Mittwochs und Freitags die Landschaft, an den anderen Tagen seien dann Aktionen wie ein Busausflug oder ein Badetag am Zuge. An den Pflegetagen widmen sich die Jugendlichen einer Einzelmaßnahme. In diesem Jahr ist es eine zugewachsene Wacholderheide.

Jürgen Zimmerer, erster Vorsitzender des Bundes Naturschutz Alb-Neckar: "Das gibt es seit über 50 Jahren, 1975 war das erste Jugendlager in Hayingen, und dieses Jahr kommen wir wieder mit unserem Jugendlager nach Hayingen zurück, das 51. Jugendlager findet in den ersten beiden Augustwochen diesen Sommer statt."

Als nächstes geht es wieder ins Freie. Hinter dem Biosphärenzentrum informiert sich Steinmeier über die ehrenamtliche Arbeit von NABU und BUND. Die Naturschutzbünde engagieren sich auf sehr vielfältige Weise. 

"Es ist allerdings so, dass natürlich die Personaldecke nicht besonders groß oder stabil ist, also die Überalterung spielt schon eine Rolle bei den ganzen Vereinstätigkeiten, und da ist es dann immer schon wichtig, dass man dann neuen Zuwachs bekommt und dass man auch die Anerkennung bekommt von außen", so der erste Vorsitzende vom NABU Münsingen - Mittlere Alb Helmut Attinger.

Diese Anerkennung von außen gibt es an diesem für die Ehrenamtlichen besonderen Tag vom Bundespräsidenten höchstpersönlich. Helmut Attinger: "Ja, es war jetzt schon ein besonderes Erlebnis, dass man diese Wertschätzung erlebt, wenn der Bundespräsident her kommt, ja."

Ein besonderer Tag auch für die Junior Ranger im Biosphärengebiet. Sie bauen Insektenhotels für Wildbienen und bekommen dabei auch die tatkräftige Unterstützung von Bundespräsident Steinmeier. Wildbienen leben nicht in Staaten, sondern allein. Sie legen ihre Eier in kleinen Röhren ab, beispielsweise in markhaltigen Pflanzenstängeln oder in in Fraßgängen anderer Tiere. Ihnen kann man am besten mit den Klötzen helfen, in die Röhren gebohrt werden. 

Florentine Andersohn, Bildungsreferentin am Umweltbildungszentrum Listhof: "Im Endeffekt sind es Klötze, die Röhren sollten am besten 10 bis 15, 20 Zentimeter tief werden mit unterschiedlichen Durchmessern, und da können dann die Wildbienen quasi einmal rein, ihre Eier ablegen und haben dann mehrere Brutzellen hintereinander in diesen Gängen drin."

Gegen Ende seines Besuchs trägt sich Bundespräsident Steinmeier ins Goldene Buch der Stadt Münsingen ein. Noch ein paar Gruppenfotos mit den Ehrenamtlichen und dann muss er auch schon weiter. Kurz vor halb fünf verlässt der Bundespräsident Münsingen wieder.


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