Schulprojekt: Siegfried Lorek vertritt Moritz Oppelt
Eigentlich hätte Moritz Oppelt beim Schulprojekt gegen Rassismus am Donnerstag in Rottenburg zu Gast sein sollen - erstmals in seiner Rolle als Minister der Justiz und für Migration in Baden-Württemberg. Persönliche Gründe verhinderten die Teilnahme jedoch kurzfristig, weshalb stattdessen Staatssekretär Siegfried Lorek ans Paul-Klee-Gymnasium kam und mit den neunten Klassen über Migration, Rassismus und Diskriminierung sprach.
Lange hielt es die Delegation um Staatssekretär Siegfried Lorek nicht in der Sommerhitze vor dem Gebäude des Paul-Klee-Gymnasiums. Schnell ging es in kühlere Innere, wo die Klassen 9c und 9d den CDU-Politiker bereits erwarteten. Ebenfalls als interessierter Zuhörer mit dabei: Rottenburgs Oberbürgermeister Stephan Neher.
Wie viele Migranten es in Baden-Württemberg gibt und wie häufig es zu Abschiebungen kommt wollten die Schüler von Lorek wissen. Genauso ging es aber um eine mögliche Herabsetzung der Strafmündigkeit oder den richtigen Umgang mit Social Media. Siegfried Lorek zeigte sich zufrieden.
"Es war gut. Die Schülerinnen und Schüler waren informiert und ich glaube, es ist einfach wichtig. Das Thema Migration wird hart diskutiert von verschiedenen Seiten und ich glaube es ist einfach mal gut, die Fakten darzustellen" so der Staatssekretär.
Bereits im Vorfeld hatten sich die Schülerinnen und Schüler im Unterricht auf das Projekt vorbereiten dürfen.
"Also ich fand es gut dass wir davor vorbereitet wurden – auf jeden Fall. Wir haben auch im Unterricht Fragen aufschreiben können, die wir dann hätten stellen können. Deswegen fand ich die Vorbereitung gut und die Fragen wurden auch sehr sehr gut beantwortet" sagt eine Schülerin.
Vor allem das Gespräch mit einer Person, die einen direkten Zugang zur Politik hat, hoben die Schüler positiv hervor.
"Das finde ich sehr wichtig, denn wir dürfen ja auch nächstes Jahr schon wählen und dann ist es auch einfach wichtig, gebildet zu sein. Das gilt auch für die nachfolgenden Klassen" ergänzt eine weitere Schülerin.
Lorek selbst appellierte, transparent über das Thema Migration transparent zu sprechen. Ansonsten laufe man Gefahr, Parteien wie die AfD zu stärken.
"Ich halte es für sehr sehr wichtig, denn wir müssen über Migration einfach ehrlich reden. Es waren eine Zeit lang zu viele Menschen, die zu uns kamen. Migration muss geordnet, gesteuert und begrenzt werden. Ich finde, das muss man klar darstellen und das haben wir heute auch getan" so der CDU-Politiker.
Das Schulprojekt gegen Rassismus führt der Rottenburger Integrationsbeirat immer wieder in Zusammenarbeit mit den Rottenburger Schulen durch.
Durch das Gespräch mit verschiedenen Persönlichkeiten sollen die Schülerinnen und Schüler aufgeklärt werden, Vorurteile abbauen und Werte wie Toleranz vermittelt bekommen.