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Reutlingen

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Weihnachtswunder für kranke Kinder - traditionelle Nikolausaktion mit der Feuerwehr im Klinikum

Wenn sich der Nikolaus mit einem Superhelden wie Spiderman zusammentut, kann das nur Gutes bedeuten. Und die Mission scheint gelungen zu sein: Im Reutlinger Klinikum am Steinenberg war der Nikolaus mit seinem Schlitten vom Himmel herabgeschwebt und hatte dutzenden Patienten der Kinderklinik sowie deren Angehörigen und weiteren Besuchern ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert.

Ob Knecht Ruprecht auch so elegant die Hausfassade hinunter geklettert wäre? Möglicherweise ist das der Grund, weshalb der Nikolaus ins Klinikum am Steinenberg heute lieber Spiderman mitgenommen hat. Und ein Superheld ist bei kranken Kindern ja nie verkehrt. Voller Spannung warten die Kinder jedoch auf den eigentlichen Held des Tages. Der nimmt jedoch den bequemeren Weg – auf dem Schlitten sitzend, mit der Glocke läutend und winkend schwebt er an den Fenstern vorbei und über die Köpfe der Familien hinweg.

Die ganze Aktion fing während Corona an, erklärt Nikolaus Jochen Maier, der im normalen Leben Hauptbrandmeister bei der Höhenrettung der Feuerwehr Reutlingen ist. "Die Feuerwehr Hamburg hat angefangen, so eine Aktion zu starten, und mittlerweile sind wir eine von über 60 Höhenrettungsgruppen in ganz Deutschland, die bei dieser Aktion heute mitmachen."

Mit der Aktion möchte das Krankenhaus den Kindern, die auf Station liegen, und auch den Erwachsenen, ein bisschen Weihnachtswunder bringen. "Ich denke, alles was an positiver Energie von außen zu den Patienten kommt, hilft immer", so Bianca Haase, Chefärztin der Kinderklinik. "Es ist ja nicht nur die Medizin, die die Leute gesund macht, sondern auch ganz viel positives Mindset."

Für die Chefin der Kinderklinik ist es ihr erster Einsatz als Weihnachtsengel. Sie ist das erste Jahr am Klinikum am Steinenberg und hat ihre Chance ergriffen. "Ich muss zugeben, ich liege seit heute Nacht um 1 Uhr wach, weil ich extrem aufgeregt war und meine Entscheidung so ein bisschen in Frage gestellt habe. Aber dann habe ich gesehen, wie viele Menschen gekommen sind. Als ich dann abgelassen wurde und auch meine Patienten auf Station gesehen habe und die strahlenden Kinderaugen, dann war alles vergessen und es hat sich gelohnt."

Die Feuerwehr Reutlingen war mit zwölf Höhenrettern im Einsatz sowie vier Fahrzeugen, darunter ein Feuerwehrkran und ein Löschfahrzeug. Vom Aufbau und Arbeitsaufwand unterscheidet sich die Aktion kaum zu sonstigen Einsätzen. Der Spaßfaktor sei aber um einiges höher: "Es ist sehr emotional für uns alle, da könnte vielleicht auch noch ein Tränchen kommen", gesteht "Nikolaus" Jochen Maier. "Wenn man in die Kinderaugen schaut – das ist einfach einmalig, das Gefühl."

Für die Besucher gab es neben dem Spektakel auch Kinderpunsch und Leckereien. Nikolaus und Co gingen im Anschluss noch auf die Station, um die dort liegenden Kinder zu besuchen und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.


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