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Tübingen

Foto: RTF.1
Finanzminister Bayaz besucht landeseigene Kiebitze

Der Kiebitz ist in Baden-Württemberg so gut wie ausgestorben. Denn er bevorzugt feuchte, offene Wiesenlandschaften ohne Schilf oder andere hohe Gewächse oder Sträucher. Diese Landschaften sind immer seltener geworden. Im Ammertal bei Tübingen hat das Land Baden-Württemberg 13 Hektar gekauft, um gezielt wieder Kiebitze anzusiedeln - und das erfolgreich, denn seit April ist dort ein Kiebitzmännchen ansässig und seit diesem Montag auch ein Weibchen. Der baden-württembergische Finanzminister Danyal Bayaz hat die Kiebitzäcker bei Tübingen am Montag-Nachmittag besucht.

Nur wer hier ganz genau hinschaut, kann die beiden Kiebitze in ihrem Balzflug erkennen. Wer die Vögel genauer beobachten will, braucht ein gutes Fernrohr, wie hier Finanzminister Danyal Bayaz. Landschaftsökologin Sabine Geißler-Strobel führte Finanzminister Bayaz zu den Kiebitzäckern und erklärte, was für den Kiebitz wichtig ist: "Wir brauchen offene Landschaften, weil wir viele Gehölzer haben, ist es wichtig, eben auch Gehölzer zu reduzieren, um wieder so eine offene Landschaft herzustellen, sind eben Offenlandbrüter, wir brauchen Offenboden, auf dem die brüten, wir brauchen kurze Vegetation während der Jungführungszeit", sagte Geißler-Strobel.

Der Kiebitz ist also ganz schön anspruchsvoll. Und damit die Ansiedlung auch klappt und die Tübinger Kiebitzäcker zur Kiebitzkolonie mit zehn Brutpaaren wird, ist einiges an Arbeit zu tun. Stadt, Landkreis, Regierungspräsidium und NABU ziehen deshalb an einem Strang, und deswegen waren Vertreter all dieser Institutionen beim Besuch des Finanzministers mit dabei.

"Es ist deswegen ein wahnsinnig tolles Projekt, weil hier Landwirtschaft- und Naturschutzverbände, Ehrenamtliche, Hauptamtliche und auch wir in der Politik, das heißt wir als Landesregierung gemeinsam mit dem Regierungspräsidium hier ein tolles Projekt geschaffen haben und dass wir heute auch Kiebitze wirkliche gesehen haben mit unseren eigenen Augen, das ist auch ein toller Beweis dafür, dass sich das Projekt jetzt schon gelohnt hat", sagte Danyal Bayaz.

Der Kiebitz ist seit 2011 in Baden-Württemberg ausgestorben. Denn die ursprünglichen Flächen waren trocken gelegt worden, um eine intensivere Landwirtschaft zu ermöglichen. Schlecht für den Kiebitz, aber auch für andere Arten, für Amphibien und Insekten, die auf der Fläche des Landes jetzt auch neuen Lebensraum finden können.

"Denn es geht ja hier um was zentrales, nämlich unsere biologische Artenvielfalt, unsere biologischen Lebensräume", so Bayaz. "Das st uns als Landesregierung zentrales Anliegen, und jetzt geht es darum, diese Projekte auch konsequent weiterzuentwickeln, damit die Arten nicht nur zurückkommen, sondern auch die Bestände wachsen, und da wird es sicherlich von unserer Seite als Landesregierung Unterstützung dafür geben."

Wer sich ein Bild von den Kiebitzäckern machen will, darf das Schutzgebiet nicht betreten. Die beste Möglichkeit, die Kiebitze zu beobachten, ergibt sich entlang der Ammertalbahn südlich der Bahnlinie nicht weit vom Schwärzlocher Hof.


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