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Tübingen

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Jugendbuchpreisverleihung an Maja Nielsen im LTT

Im Foyer des Landestheaters Tübingen findet man derzeit Bücher und Bücherfreunde soweit das Auge reicht. Veranstaltungen zur 39. Kinder- und Jugendbuchwoche "Leselust" werden dort noch bis Freitag zu finden sein . Am heutigen Dienstag wurde darüber hinaus der Jugendbuchpreis "Friedolin 2019" an Maja Nielsen verliehen. Der Autorin gelang es, die Jury der Stiftung Weltethos mit ihrem Roman "Tatort Eden 1919" von sich zu überzeugen.

Unpolitisch sein heißt politisch sein, ohne es zu merken! Ein Satz, der der vor 100 Jahren ermordeten Aktivistin Rosa Luxemburg zugeschrieben wird, der aber nichts an Aktualität eingebüßt zu haben scheint. Denn der Satz zieht sich als Motiv auch durch den diesjährigen Jugendbuchpreisgewinner „Tatort Eden 1919."

In dem Buch gehe es zwar auch um die Ermordung von Luxemburg, erklärte Autorin Maja Nielsen, aber da ihr bewusst sei, dass Jugendliche sich nicht automatisch für die Vergangenheit interessierten, starte ihr Roman im "Jetzt", genauer gesagt zur Zeit der Flüchtlingskrise 2015

.Im Rahmen eines kunterbunten Programms, tatkräftig unterstützt durch den Chor und die Theatergruppe des Tübinger Wildermuth Gymnasiums, ehrte die Stiftung Weltethos Nielsen mit dem Jugendbuchpreis Friedolin, der mit 4.000 Euro dotiert ist. Die Autorin selbst nahm den Preis, von Stiftungsgeneralsekretär Dr. Stephan Schlensog, entgegen. Im Anschluss konnte das im großen Saal versammelte Publikum das Buch durch eine szenische Lesung kennen lernen. 

Der Roman erzählt die Geschichte des jungen Biko, der aus dem Sauerland nach Berlin zieht, um dort Artist zu werden. Am Bahnhof in Berlin angekommen wird er für einen Flüchtling gehalten und schafft es zunächst nicht das Missverständnis aufzuklären.  Warum gerade die Geschichte um den 17-jährigen Biko mit dem „Friedolin"2019 ausgezeichnet wurde erläuterte die Stiftung  folgendermaßen: Die Werte Toleranz, Gegenseitigkeit und Wahrhaftigkeit seien Themen, die im Roman aufgegriffen. Darüber hinaus habe die dargestellte Weltethos-Idee von einem guten Miteinander überzeugt und motiviere die jungen Leser weiterzudenken.   

Die im LTT versammelten Schüler zeigten sich jedenfalls interessiert an der Geschichte um ihren fiktiven Altersgenossen. Das liegt sicher auch daran, dass Maja Nielsen mit viel Humor, aber nie mit erhobenem Zeigefinger zu politischer Teilhabe und einem solidarischen Miteinander aufruft.    


Nachrichten aus Bundesland und Landeshauptstadt

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"Wir sind zurück" - IHK stellt neue Zentrale vor Die Zeit im Tübinger Ausweichquartier ist vorbei - Die IHK-Zentrale kommt zurück in die Achalmstadt. Die Bauarbeiten in der Hindenburgstraße 54 sind nun beinahe abgeschlossen. IHK Hauptgeschäftsführer Wolfgang Epp und Baustellenkoordinator Detlef Werneck gewährten der Presse heute Vormittag einen Einblick in die neuen Räumlichkeiten.
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Übergriff in Jobcenter - Ermittlungen wegen versuchten Totschlags Wegen versuchten Totschlags ermitteln die Staatsanwaltschaft Stuttgart und die Kriminalpolizeidirektion Esslingen gegen einen 32-Jährigen, der unter dringendem Verdacht steht, am Mittwochmorgen im Gebäude des Jobcenters in der Galgenbergstraße versucht zu haben, mit einem Hammer auf einen 46-jährigen Mitarbeiter einzuschlagen.
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"Niemand darf ertrinken" - Aktion der evangelischen Kirchengemeinden für Sonntag geplant Seit 2014 sind mindestens 15.000 Menschen bei ihrer Flucht über das Mittelmeer ums Leben gekommen. Auch in diesem Jahr sind mehr als 1000 Geflüchtete im Mittelmeer ertrunken. Die Welt schaut zu, am Zustand ändert sich allerdings kaum etwas. Aus diesem Grund ruft die evangelische Kirchengemeinde Reutlingen zur Aktion "Niemand darf ertrinken" auf, um ein mahnendes Zeichen zu setzen.

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