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Reutlingen

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Stromausfall: Polizei-Hundertschaft sichert Gewerbegebiet

Nach dem Stromausfall in Reutlingen sind viele Betriebe im Industriegebiet Mark West noch nicht am Netz. Ihre Versorgung wird laut Stadt nicht vor Mittwochabend?wiederhergestellt sein. Die Polizei ist mit zusätzlichen Kräften im Einsatz.

Wegen des anhaltenden Stromausfalls im Gewerbegebiet hat das Land eine Hundertschaft der Polizei bereitgestellt. Die zusätzlichen Kräfte waren in der Nacht auf Dienstag im Einsatz, weil in Teilen des betroffenen Gebiets weiterhin weder Strom noch Licht oder funktionierende Alarmanlagen zur Verfügung standen.

Baden-Württembergs Innenminister Manuel Hagel betonte bei einem Besuch in Reutlingen, die Ermittlungen würden „ergebnisoffen in alle Richtungen" geführt. Dabei werde ausdrücklich auch geprüft, ob ein Brandanschlag oder ein terroristischer Akt vorliegen könnte.

Viele Betriebe weiter ohne Versorgung

Besonders betroffen bleibt das Gewerbegebiet. Viele Betriebe im Industriegebiet Mark West sind nach wie vor nicht am Netz. Nach aktuellem Stand soll die Versorgung der verbleibenden Gewerbebetriebe nicht vor Mittwochabend, 10. Juni 2026, wiederhergestellt sein.

Priorität hatten die Privathaushalte. Am Abend konnten zwar auch die Nachbargemeinden Wannweil und Kirchentellinsfurt wieder ans Netz genommen werden. Dennoch erfolgt die Stromversorgung nach Angaben der FairNetz GmbH weiterhin nur provisorisch. Bürgerinnen und Bürger in den betroffenen Gebieten werden deshalb gebeten, ihren Stromverbrauch vorerst auf das notwendige Maß zu reduzieren.

Brand als Auslöser des Stromausfalls

Auslöser des Stromausfalls war nach bisherigem Stand ein Brand im Bereich des Umspannwerks Reutlingen-West. Die Störung begann in der Nacht auf Montag, 8. Juni, gegen 1.37 Uhr. Zunächst löste nach Angaben der Netzbetreiber ein Transformator aus, kurze Zeit später fiel das gesamte Umspannwerk aus. In der Folge waren auch weitere Netzbereiche betroffen.

Die Feuerwehr konnte den Brand in den frühen Morgenstunden unter Kontrolle bringen und löschen. Durch Umschaltungen und Wiederaufbaumaßnahmen im Hochspannungsnetz wurden bereits am Morgen erste Bereiche wieder versorgt. Das Umspannwerk Reutlingen-Mitte ist inzwischen wieder vollständig in Betrieb.

Ermittlungen laufen weiter

Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Bereits zuvor war bekannt geworden, dass das Staatsschutz- und Antiterrorismuszentrum Baden-Württemberg (SATBW) beim Landeskriminalamt die weiteren Ermittlungen übernommen hat. Die Sachleitung liegt beim Staatsschutzzentrum der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart.

Das Verfahren wird derzeit gegen Unbekannt wegen des Verdachts der vorsätzlichen Brandstiftung und der Störung öffentlicher Betriebe geführt. Nach bisherigen Angaben gibt es Anhaltspunkte dafür, dass das Feuer vorsätzlich gelegt worden sein könnte. Konkrete Hinweise auf Tatverdächtige oder ein Motiv lagen zuletzt jedoch noch nicht vor.

Netzbetreiber arbeiten an Wiederherstellung

Die Reparaturarbeiten im Stromnetz laufen laut FairNetz und Netze BW weiter. Ziel sei es, die reguläre Versorgung so schnell wie möglich wiederherzustellen. Die Maßnahmen würden in enger Abstimmung mit allen beteiligten Stellen erfolgen.

Sobald weitere gesicherte Informationen vorliegen, wollen die Netzbetreiber über ihre bekannten Kanäle informieren. Aktuelle Hinweise gibt es unter www.fairnetzgmbh.de sowie über die Sondernummer 07121 319 45 3000. In medizinischen Notfällen gilt weiterhin die Notrufnummer 112.


Nachrichten aus Bundesland und Landeshauptstadt

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Spuren von Brandbeschleuniger am Umspannwerk gefunden Nach dem großflächigen Stromausfall in Reutlingen gehen die Behörden inzwischen von Brandstiftung im Umspannwerk West aus. Das Landeskriminalamt bittet nun die Bevölkerung um Hinweise zu verdächtigen Personen, Fahrzeugen sowie um Fotos oder Videos aus der Nacht auf Montag.
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"Ein Grad von Menschenverachtung, der betroffen macht": Staatsschutz ermittelt nach Stromausfall Nach dem großen Stromausfall in Reutlingen, Wannweil und Kirchentellinsfurt hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Das gab Manuel Hagel am Montagabend bei seinem Besuch des Umspannwerks Mark West bekannt. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass der Brand bewusst und gezielt gelegt wurde. Während die Ermittlungen auf Hochtouren laufen, hat die FairNetz GmbH für nahezu alle Privathaushalte im betroffenen Gebiet provisorisch die Stromversorgung wiederhergestellt. Bis alle Gewerbebetriebe mit Strom versorgt seien, werde es aber noch bis frühestens Mittwochabend dauern.
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Glasfaser für 4500 Haushalte in Arbeit Symbolisch ragten Glasfaserkabel aus der Erde. Symbolisch war auch der Spatenstich für den Glasfaserausbau am Dienstag in Bad Urach. Begonnen hatten die Arbeiten nämlich schon im Mai.

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