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Reutlingen

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Im Labor hergestelltes Fleisch - Dr. Zoe Mayer und Renate Künast besuchen Hochschule

Im Labor hergestelltes Fleisch - dazu forscht unter anderem die Fakultät Life Sciences der Hochschule Reutlingen. Das wollten sich am Mittwoch die beiden Grünen-Politiker Dr. Zoe Mayer (Bundestagsabgeordnete Wahlkreis Karlsruhe-Stadt) und Renate Künast (Leiterin der AG Ernährung und Landwirtschaft) anschauen. Vor Ort konnten sie mit den Forschern ins Gespräch kommen und neue Eindrücke sammeln. Wie der Besuch an der Hochschule verlief, erfahren Sie jetzt.

Interessiert warfen Zoe Mayer und Renate Künast einen Blick ins Labor der Hochschule Reutlingen. Professorin Petra Kluger und ihr Team erklärten den beiden Grünen-Politikern die verschiedenen Projekte, an denen gerade geforscht wird. Im Mittelpunkt steht überall die Züchtung von Fleisch aus tierischen Zellen im Labor.

"Zellbasiertes Fleisch bedeutet, dass wir mit den ursprünglichen tierischen Zellen arbeiten und nicht mit künstlichen Zellen. Die vermehren wir dann biotechnologisch im Labor. Das heißt, die befinden sich in solchen Reaktoren, wie man es auch vom Bierbrauen kennt. Dadurch können wir Fleisch aufbauen und nachzüchten", erklärt Kluger.

Die Gründe für zellbasiertes Fleisch seien vielfältig. Es gebe immer mehr Menschen auf der Welt, aber die Lebensmittel würden nicht ausreichen, um alle zu ernähren. Außerdem sei die konventionelle Landwirtschaft, insbesondere die Herstellung von Fleisch, klimaschädlich, so Kluger.

Die Produktion von Fleisch im Labor bringe hingegen einige Vorteile mit sich: "Die Vorteile sind, dass kein Tier getötet werden muss und dass man das Fleisch standortunabhängig herstellen kann. Wir brauchen weder viel Land noch viel Wasser. Außerdem brauchen wir keine Antibiotika und bei der Produktion können keine Tierseuchen entstehen", so die Professorin.

Trotzdem sei das Thema in Deutschland noch nicht so weit fortgeschritten wie in anderen Ländern, wie z.B. in den USA, Niederlanden und Israel. Vor allem in der Politik brauche es noch die richtigen Rahmenbedingungen. Deswegen waren jetzt die beiden Grünen-Politiker zu Gast.

"Grundsätzlich geht es erstmal darum, politisch die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit wir in der Forschung weiterkommen und perspektivisch abschätzen können, ob zellbasiertes Fleisch ein Teil unserer zukünftigen Ernährung sein wird. Wir müssen jetzt direkt vor Ort mitbekommen, welche Fragen in dieser Thematik noch offen sind", so die Bundestagsabgeordnete Dr. Zoe Mayer.

Auch Renate Künast zeigte sich begeistert von der Forschungsarbeit der Hochschule. Sie spricht sich dafür aus, dass sich die Politik um Forschungsgelder bemühen müsse, damit die Produktion von zellbasiertem Fleisch systematisch betrieben werden könne.

Auf die Frage, wie Ernährung in Zukunft funktionieren kann, gibt es wohl keine einfache Antwort. Darin waren sich alle einig. Deswegen sei es wichtig, schon jetzt nach einer Lösung zu suchen und die Forscher bei ihrer Arbeit zu unterstützen.


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