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Reutlingen

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Friedrich Merz beim Landesparteitag der CDU

„Miteinander“, „Aufbruch“ und „Erneuerung“ - das sind die Schlagworte, die sich die Landes-CDU für ihren Parteitag auf die Fahnen geschrieben hat. Ein sichtbares Zeichen dafür sollte nach 12 Jahren der Wechsel an der Parteispitze sein. Aber auch die anstehenden Wahlen warfen bei der Zusammenkunft in der Reutlinger Stadthalle ihre Schatten voraus. Als Gastredner war kein Geringerer als der Bundesvorsitzende der Christdemokraten, Friedrich Merz, in die Achalmstadt gekommen.

Regelrechte Begeisterungsstürme löste der Besuch des Bundesvorsitzenden bei den Anwesenden in der gut gefüllten Reutlinger Stadthalle aus.

In seiner Rede ging er vor allem auf die zukünftigen Ziele der Partei ein – bezogen auf die hoch gesteckten Wahlziele bei der anstehenden Europawahl und den Kommunalwahlen, aber auch auf das Land Baden-Württemberg.

"Hier aus Baden Württemberg muss mit diesem Parteitag eine auch über das Land hinausreichende klare Botschaft kommen. Eine Erneuerung der CDU, nicht nur zurück zu den Wurzeln, sondern Aufbruch in eine Zukunft, die anders sein wird als das, was wir in den letzten 70 Jahren erlebt haben, die aber unter der Überschrift steht, die sich nie verändern wird. Die wichtigste Aufgabe von Politik wird bleiben, für Frieden und Freiheit zu sorgen und für Wohlstand und soziale Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft" sagte Merz.

Neben dem Gast aus Berlin stand am Samstag vor allem die Wahl des neuen Landesvorsitzenden im Fokus. Denn diesen Posten gab der bisherige Inhaber Thomas Strobl nach zwölf Jahren an seinen Nachfolger Manuel Hagel weiter. Strobl, der der Partei nach wie vor als Innenminister von Baden-Württemberg erhalten bleibt, hob in diesem Zusammenhang vor allem den Generationenwechsel hervor:

"Wir machen hier einen richtigen Generationenwechsel – ich bin ja bekanntermaßen über 60 Jahre alt, der Nachfolger ist Mitte 30 – das ist tatsächlich eine Generation. Und ich finde wir kriegen es ganz gut hin. Das ist ein außerordentlich harmonischer und ein außerordentlich guter Landesparteitag der CDU hier in Reutlingen."

Harmonisch ging es gestern allerdings nicht überall zu. Denn vor der Stadthalle hatten sich einige Anhänger der Fridays for Future-Bewegung versammelt. Sie stören vor allem an der Klimapolitik der CDU.

"Wir sind heute hier, um zu zeigen, dass die Klimapolitik der CDU lange nicht ausreicht, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Die Politik führt geradezu viel mehr als 1,5 Grad und das können wir nicht zulassen deshalb sind wir heute hier" so eine Rednerin der Fridays for Future-Bewegung.

Davon war in der Halle allerdings wenig zu spüren – wo sich die regionalen Größen der CDU zufrieden zeigten – vor allem mit der Rede ihres Bundesvorsitzenden als auch mit Hagel als neuen Landesvorsitzenden.

"Also wahnsinnig gut, man spürt sowohl bei der Rede von Merz aber auch bei Hagel große Aufbruchstimmung in unserer Partei wo ich auch sehr froh bin. Und das ausgerechnet jetzt hier Reutlingen ausgewählt wurde ist natürlich gigantisch" sagte der CDU-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Hechingen-Münsingen, Manuel Hailfinger.

"Ich fand die Rede von Herrn Merz mitreißend, wie wir es gewohnt sind deutlich und klar – klare Ansagen. Und man hat es auch an der Reaktion der Teilnehmer gemerkt, er hat die Menschen erreicht" ergänzte der CDU-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Reutlingen, Michael Donth.

"Ich fand auch die Hagel'sche Rede sehr sehr gut. Ich finde, er hat ganz ganz viel inhaltlich klar gestellt, und ich glaube der frische Wind, den man sich von ihm verspricht, den hat er heute schon mitgebracht" so Landrat Joachim Walter.

Ob sich dieser Eindruck wird, das wird das kommende Jahr und die Zeit darüber hinaus zeigen.


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