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Tübingen

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Bye, bye Overheadprojektor: Digitalisierung an der GMS West

Die Arbeits- und Lebenswelt läuft bereits stark digitalisiert ab: wir schreiben Emails und WhatsApp-Nachrichten statt Briefe und wir shoppen online anstatt ein Geschäft zu betreten. Um die Digitalisierung auch an Schulen voranzutreiben, hat der Bund 2019 den DigitalPakt Schule beschlossen. Er stellt finanzielle Mittel zur Verfügung, um Schulen, Lehrkräfte und Schüler digital auszustatten. Wie der Digitalpakt an der Tübinger Gemeinschaftsschule West bisher umgesetzt wurde, wollte sich Oberbürgermeister Boris Palmer einmal näher anschauen.

An der Gemeinschaftsschule West in Tübingen wurde noch bis vor kurzem mit einem Overheadprojektor gearbeitet. Das war vor der Digitalisierung.

Heute sieht der Schulalltag anders aus, erklärt die stellvertretende Schulleiterin Isabel Heisig. Die Dokumentenkamera Elmo wird jetzt benutzt, um zum Beispiel das digitale Schulbuch zu zeigen. Und alles geht auch schneller: "Ich muss nicht vorher kopieren, nicht schauen, ob der Overheadprojektor funktioniert", so Heisig.

iPads für die Lehrer und Schüler

Jede Lehrkraft hat jetzt ein iPad, auch jeder Schüler in der Oberstufe besitzt sein eigenes. Die Anschaffung der digitalen Endgeräte machte der DigitalPakt Schule des Bundes möglich. 290.000 Euro Zuschuss gab es.

Doch es brauchte nicht nur die finanziellen Mittel, sondern auch Menschen, die all das umsetzen. Dafür wurde ein Team in der Stadtverwaltung auf die Beine gestellt. "Wir sind im ständigen Austausch mit den Schulleitungen", erzählt Christine Vollmehr von der Fachabteilung Schule und Sport.

Gemeinsam werden Themen wie Neuausstattungen und Probleme besprochen. Die Stadt stellt auch die Medientechniker zur Verfügung, die die Schule vor Ort mit Fachwissen unterstützen.

Palmer fordert dauerhafte Mitfinanzierung

Bis 2024 sollen alle Tübinger Schulen nach städtischen Standards digitalisiert sein. Dafür lässt der Bund Förderungen in Millionenhöhe springen.

Doch danach dürfe die Unterstützung nicht einfach aufhören, fordert Oberbürgermeister Boris Palmer: "Wir alle wissen: digitale Geräte halten nicht 50 Jahre, sondern eher fünf." Künftig würden ständige Ersatzinvestitionen nötig sein. "Ich erwarte deswegen, dass es eine dauerhafte Mitfinanzierung an diesen neuen zusätzlichen Kosten gibt. Das kann nicht alles an den Kommunen hängen bleiben."

Außerdem bedeute Digitalisierung nicht nur die Ausstattung mit Endgeräten, sondern auch technische Umsetzung und Fortbildung.

Digitales Klassenbuch im Kommen

Auch an der GMS West ist es mit den digitalen Endgeräten nicht getan: hier soll das digitale Klassenbuch eingeführt werden. Das soll im kommenden Schuljahr getestet und im Schuljahr darauf in der Breite eingeführt werden.

Die Lehrkräfte wollen sich außerdem noch intensiver damit beschäftigen, was in den einzelnen Klassenstufen in den unterschiedlichen Fächern alles mit dem iPad gemacht werden kann, so Heisig.

Die Digitalisierung hier an der GMS West schreitet also voran. Und das sei auch wichtig, um junge Menschen auf die digitale Lebens- und Arbeitswelt vorzubereiten, betonte Palmer.


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