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Tübingen

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Mehr Raum für Innovation: Grundsteinlegung für Cyber Valley I

Das Cyber Valley in Tübingen ist Europas größte Forschungskooperation im Bereich der künstlichen Intelligenz. Im Jahr 2016 wurde es gegründet, von Partnern aus Wissenschaft und Industrie. Mit dabei sind das Land Baden-Württemberg, die Max-Planck-Gesellschaft mit dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, die Universitäten Stuttgart und Tübingen und Unternehmen wie Amazon, BMW und Mercedes-Benz. Jetzt wird das Cyber Valley um ein neues Forschungsgebäude erweitert.

Am westlichen Rand des Tübinger Cyber Valleys entsteht derzeit ein neues Forschungsgebäude für Künstliche Intelligenz. Rund 56 Millionen Euro investiert das Land in den Neubau Cyber Valley I.

Eine Investition in die Zukunft, so Finanzminister Danyal Bayaz. "Künstliche Intelligenz ist ja ein Thema, was wir in allen Branchen und Bereichen sehen. Denken Sie ans autonome Fahren." Aber auch im Dienstleistungssektor wie beispielsweise in Banken werde KI immer wichtiger.

Es gebe keine Branche, die nicht von künstlicher Intelligenz berührt werde. "Deswegen ist es so wichtig, dass man bei dieser Technologie mit dabei ist", betont Bayaz.

Innovation nach europäischen Werten

Auf 7000 Quadratmetern entstehen Labore, Hörsäle und Seminarräume, in denen KI-Wissenschaftler der Universität Tübingen, des Max-Planck-Instituts, sowie Wirtschaftspartner und Start-ups zusammenkommen. Forschungsthemen sind unter anderem Robotik und maschinelles Lernen.

"Und, was auch so wichtig ist in dieser Zeit: Innovation findet ja nicht im luftleeren Raum statt, sondern sie sollte nach unseren europäischen Werten stattfinden, das unterscheidet sich vom Kapitalismus im Silicon Valley und vor allem vom staatsautoritären Vorgehen in China", so Bayaz. "KI kann viel Gutes machen, es kann aber auch den Menschen Schaden zufügen." Deshalb werde im Cyber Valley nach ethischen Maßstäben vorgegangen.

Energieeffzientes Gebäude

Nicht nur, was Innovation angehe, werde hier ein Stück weit Geschichte geschrieben, so Bayaz. "Auch Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sind uns sehr wichtig."

Auf dem Dach werden eine extensive Dachbegrünung und eine Photovoltaik-Anlage entstehen. Der Strom aus der Dach- und Fassaden-Photovoltaik kommt der Eigenversorgung des Gebäudes zu Gute.

Für das Cyber Valley I wurde nun feierlich der Grundstein gelegt. Dafür haben alle Hand angelegt: Finanzmister Danyal Bayaz, Wissenschaftsstaatssekretärin Petra Olschowski, Oberbürgermeister Boris Palmer, der Rektor der Uni Tübingen Bernd Engler und Bernhard Schölkopf, Direktor des Max-Planck-Instituts.

Ende 2024 soll das Gebäude fertiggestellt sein. Danach werden auf 14.800 qm noch zwei weitere Gebäude entstehen. Ziel ist es, Tübingen zu einem Spitzenstandort für KI zu machen.


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