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Tübingen

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Verhandlungen bei Walter AG gescheitert - Politiker kritisieren Verhalten der Arbeitgeber

Die Verhandlungen über einen Interessenausgleich und Sozialplan für die Beschäftigten der Walter AG am Produktionsstandort Tübingen hat die Arbeitgeberseite für gescheitert erklärt.

Das teilt die IG Metall mit. Die Konzernleitung will in Tübingen 108 Arbeitsplätze abbauen und nach China verlegen.

In den Verhandlungen habe der Arbeitgeber versucht, dem Betriebsrat eine sogenannte Namensliste abzuzwingen und mit ernsthaften Konsequenzen gedroht. Der Betriebsrat habe der Drohung nicht nachgegeben. Eine Namensliste von zu kündigenden Beschäftigten hätte zur Folge, dass die Betroffenen keine Möglichkeit hätten, sich gegen eine Kündigung vor dem Arbeitsgericht zu wehren.

Politiker kritisieren Walter AG

Die Bundestagsabgeordnete der Linken, Jessica Tatti, und die Tübinger Linke-Gemeinderatsfraktionsvorsitzende Gerlinde Strasdeit kritisieren das Verhalten der Arbeitgeber: sie fordern die Walter AG auf, ihrer sozialen Verantwortung nachzukommen und mit dem Betriebsrat lösungsorientiert und kompromissbereit ins Gespräch zukommen."Wir unterstützen die Forderungen der IG Metall und des Betriebsrats nach Erhalt des Standorts Tübingen mit möglichst allen Arbeitsplätzen und stehen solidarisch an der Seite der Beschäftigten."

Die SPD-Abgeordneten Martin Rosemann und Dorothea Kliche-Behnke sowie die Tübinger SPD-Gemeinderatsfraktion sagten dem Betriebsrat und den Beschäftigten ebenfalls ihre uneingeschränkte Solidarität zu. Kliche-Behnke betont außerdem, dass der Strukturwandel nicht als Vorwand genutzt werden dürfe, um Beschäftigung in Billiglohnländer zu verlagern.


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