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Stuttgart / Baden-Württemberg

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Green Space - Nachhaltige Produkte mithilfe von Weltraumtechnologie

Im Technologie-Park Tübingen-Reutlingen sitzt das ESA BIC - ein Zentrum, in dem Start Ups gefördert werden, die Weltraumtechnologie auch für die Erde nutzbar machen oder neue nachhaltige Produkte für den Weltraum entwickeln. Gefördert wird dieses Engagement nicht nur vom Land, sondern auch von der IHK Reutlingen. Baden-Württemberg will dabei vor allem die sogenannten Green Space Produkte voranbringen - also solche, die sich um Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung kümmern. Um einige solcher Start Ups zu präsentieren, aber auch um die Landessieger der Ideen-Wettbewerbe Galileo Masters und Copernicus Masters auszuzeichnen, hatte das ESA BIC zu einem Green Space Start Up Summit nach Stuttgart geladen.

Zehn Start Ups präsentierten sich und ihr Produkt oder ihre Dienstleistung im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. Hauptthema: Green Space Anwendungen. Green Space ist dabei eine Formulierung, die auch der Landtagsabgeordnete Thomas Poreski für den Koalitionsvertrag vorgeschlagen hat.

„Da geht es eben drum, Raumfahrttechnologie dafür einzusetzen z.B. Prozesse umweltfreundlicher zu gestalten. Also z.B. Seuchenbekämpfung, also Grasseuchen ist ein Punkt. Dann aber auch Wetterbeobachtung, Klimaveränderung zu beobachten, entsprechende Handlungen davon abzuleiten", erläutert Poreski.

Neben der Möglichkeit, die einzelnen Start Ups kennenzulernen und interessanten Vorträgen zu lauschen, wurden an diesem Abend auch die Sieger der beiden Ideen-Wettbewerbe Galileo-Masters und Copernicus-Masters ausgezeichnet.

„Galileo-Masters und Copernicus-Masters sind zwei Wettbewerbe aus dem Space Bereich. Den Galileo Masters führen wir seit 2007 durch. Und das ist ein Wettbewerb bei dem es darum geht, Satelliten-Navigation in Produkten anzuwenden. Und beim Copernicus Masters geht es darum Erdbeobachtungsdaten anzuwenden", erklärt Eva Beckershoff vom ESA BIC.

Das ESA BIC führte in diesem Jahr zum ersten Mal den Copernicus-Masters durch – gewonnen hat Karl-Kiên Cao, der bisher zwar noch nicht gegründet hat, aber seine Idee - Aktien-Investitionen hinsichtlich ihrer Energie- oder ihres CO2-Fußabdruckes zu analysieren - überzeugte die Jury. Der Gewinner des Galileo-Masters, Dr. Robin Mink, hat bereits gegründet und ist mit seinem Unternehmen Sam Dimension schon unterwegs. Doch was hat es mit dieser Drohne genau auf sich?

„Sam Dimension hat ein Hochleistungskamerasystem entwickelt, um Agrarflächen sehr hochauflösend zu kartieren [...] um dann Unkräuter zu identifizieren, damit diese nur noch behandelt werden und alle anderen Feldflächen von der Applikation ausgeschlossen werden, um damit Herbizide zu reduzieren", erklärt Mink. Also ein echtes Green Space Produkt. Über die vielen kreativen Köpfe im Land freut sich auch der IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Epp.

„Also ich bin sehr angetan, ja begeistert von dem was an Start Ups hier ist, vor allem von den Ideen. Sie werden stark gefördert vom Land, ESA und von der IHK Reutlingen, die das ganze Management macht. Im Übrigen für ganz Baden-Württemberg, also das ist nicht beschränkt auf die Region Neckar-Alb", so Epp. „Green Space wird boomen und boomt und da könnte Baden-Württemberg wirklich nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa und darüber hinaus ein Zeichen setzen und da sind wir dran", so Epp abschließend.

Vergeben wurden an diesen Abend auch der Investor- und der Audience-Award. Das Start Up Xylene will für transparente Lieferketten mithilfe einer Blockchain-Lösung sorgen – und erhielt dafür den Investor-Award. Nach einer Abstimmung vor Ort wurde dann das Start Up Klaus Space Transportation als Publikumsliebling gekürt. Der Unternehmer hat sich dem teuersten Wegwerfprodukt der Welt angenommen und ein Rettungssystem für Raketen entwickelt.

Und auch die anderen Start Ups vor Ort zeigten deutlich: Weltraumtechnik lässt sich für viele nachhaltige Themen einsetzen – und das alles quasi „Made in Baden-Württemberg".

(Zuletzt geändert: Montag, 06.12.21 - 14:58 Uhr   -   662 mal angesehen)

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