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Reutlingen

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Feuerwehren auf dem Weg ins Katastrophengebiet in der Pfalz

Wir haben sicher noch die dramatischen Bilder der Flutkatastrophe im Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz vor Augen. Nach wie vor wird dort jede helfende Hand benötigt, so dass auch schon seit zwei Wochen Experten der Reutlinger Berufsfeuerwehr vor Ort sind, um mit anzupacken. Mehr noch, weitere Hilfe ist unterwegs: am heutigen Montag haben sich Einheiten der freiwilligen Feuerwehren aus dem Landkreis Reutlingen auf den Weg gemacht.

Die freiwilligen Feuerwehren aus dem Landkreis Reutlingen haben sich am Montag auf den Weg in die Pfalz gemacht. Dort helfen sie im Landkreis Ahrweiler, der besonders stark von der Flutkatastrophe betroffen ist.

Wie die Lage dort aussieht, erzählt Feuerwehrkommandant Harald Herrmann, der selbst bereits vor Ort gewesen ist: "Die Situation ist dramatisch. Die Menschen sind physisch und psychisch am Ende, die haben alles verloren, teilweise Familienmitglieder, Angehörige, Nachbarn, Hab und Gut. Von dem her muss man sich die Bilder vorstellen... die hatten wir bisher in Deutschland nicht gesehen."

Reutlingen selbst hatte im Juni unter starken Unwettern zu leiden. Hunderte Einsätze der Feuerwehr hat es gegeben. Umso dankbarer ist Oberbürgermeister Thomas Keck den Einsatzkräften, dass sie sich bereit erklären, bis zum 6. August in Ahrweiler zu helfen.

Dort seien die Gefahrenabwehr und die Personenrettungen nun abgeschlossen, erzählt Herrmann, aber nun gilt es, die Infrastruktur wiederherzustellen. "Es gibt im Ahrtal 68 zerstörte Brücken. Die Bundeswehr ist mit Großgerät dort und baut die Brücken wieder auf. Es wurden teilweise Wasserleitungen gelegt, die durch die Ahr gezogen wurden."

Die Menschen dort würden Tag und Nacht arbeiten, so Herrmann, deshalb sei jede helfende Hand an allen Stellen gefragt.

So bringen die Einsatzkräfte aus dem Landkreis nicht nur zwei Hochwasserzüge nach Ahrweiler, sondern auch ein Stück weit Mut und Hoffnung.

(Zuletzt geändert: Dienstag, 03.08.21 - 00:16 Uhr   -   951 mal angesehen)

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