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Baden-Württemberg

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Landesregierung zu aktuellen Themen

Bei der heutigen Regierungspressekonferenz in Stuttgart kamen viele Themen auf den Tisch: so ging es zum einen natürlich um die Corona-Pandemie und den Impffortschritt, zum anderen aber auch um die Wahl in Sachsen-Anhalt und die Diskussion um Annalena Baerbock. Das gesetzte Thema mit dem Titel „Bridge the Gap“, befasste sich anschließend mit den Lernlücken der Schülerinnen und Schüler im Land und wie diese aufgeholt werden können.

Die Wahl in Sachsen-Anhalt sei enttäuschend gewesen, erklärte Ministerpräsident Winfried Kretschmann auf Nachfrage. Dennoch hätten die Grünen immerhin zugelegt und die Brandmauer gegen Rechts, wie Kretschmann es nannte, habe gehalten. Das schlechte Abschneiden der Grünen im Osten kann sich der Ministerpräsident nur wie folgt erklären: „Das sind einfach andere politische Gegebenheiten, andere Traditionen. [...] Man merkt einfach, dass das teilweise ein anderer Sound ist, wie bei uns. Das ist einfach so und das kriegt man auch nicht so schnell weg", so Kretschmann. Die Diskussionen über Annalena Baerbock, beispielsweise über ihren Lebenslauf, hält der Ministerpräsident für – Zitat – kleinkariert.

Zur aktuellen Corona-Situation und ob dass Schlimmste nun überstanden sei, betonte Kretschmann, dass die Lage zwar gut sei und die Zahlen auch weiter sinken würden, es aber die Gefahr gebe, dass Menschen nun leichtsinnig würden. Die Spiele der Fußball-Europameisterschaft mit Zuschauern im Stadion hält er beispielsweise für höchst gewagt.

Zum Thema Impffortschritt betonte Gesundheitsminister Lucha, dass mittlerweile rund fünf Millionen Menschen mit einer Erstimpfung geimpft seien. Alles stehe und falle aber mit dem Impfstoff, betonte Lucha weiter. Auf die Nachfrage, wann CureVac denn nun seinen Impfstoff liefern könne, antwortete der Minister wie folgt: „Der Bundesgesundheitsminister hat uns vorgestern in der Bundesgesundheitskonferenz mitgeteilt, dass wir nach der derzeitigen Situation leider erst realistisch im August erwarten können, dass der CureVac-Impfstoff zulassungsfähig appliziert werden kann", so Lucha.

Um rasch die Lernlücken bei Schülerinnen und Schülern, die durch die Corona-Krise entstanden sind, zu schließen, will die Landesregierung mit dem Programm „Bridge the Gap" helfen. Dieses Unterstützungsangebot bietet Schulen die Möglichkeit, bis zu den Sommerferien Lehramtsstudierende ab dem vierten Semester für den Abbau von Lernrückständen einzusetzen.

„Wir haben inzwischen 900 Studierende, die sich gemeldet haben, die Interesse gezeigt haben sofort mit einzusteigen. Ich glaube, das ist ein sehr sehr schönes Signal", betonte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

Kultusministerin Theresa Schopper erklärte, dass manche der Lehramtsstudierenden in den Klassen dabei sein werden, andere vielleicht auf den einzelnen Bedarf von Schülern eingehen. Berücksichtigt wird dabei der individuelle Bedarf an den jeweiligen Schulen.

Außerdem sollen in den Sommerferien sogenannte „Lernbrücken" durchgeführt werden, um die Schüler weiter gezielt zu fördern.

(Zuletzt geändert: Dienstag, 08.06.21 - 16:45 Uhr   -   486 mal angesehen)

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