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Balingen

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Problem Hurdnagelstraße - Ortsvorsteher wendet sich ans Verkehrsministerium

Die Hurdnagelstraße in der Stadt Balingen stellt ein Problem dar, das bereits seit vielen Jahren bekannt ist. Die Verbindungsstraße zwischen den beiden Teilorten Frommern und Weilstetten ist zu eng, um allen Verkehrsteilnehmern die sichere Nutzung ermöglichen zu können. Doch bislang wurde viel versprochen, doch nie etwas getan. Dementsprechend groß ist der Unmut der Anwohner. Deshalb hat der Ortsvorsteher des Teilortes Frommern, Stephan Reuß, sich bereits im Dezember an das Verkehrsministerium Baden-Württemberg gewandt.

Auf der engen und holprigen Hurdnagelstraße in Balingen kommen sich Autos näher, als ihnen vielleicht lieb ist. Aber nicht nur Autos nutzen die enge Verbindungsstraße zwischen den Teilorten Weilstetten und Frommern: Auch andere Verkehrsteilnehmer begegnen sich hier, laut Ortsvorsteher Stephan Reuß allerdings nicht auf eine sichere Art und Weise. "Die Straße ist ja eigentlich als kleine Gemeindeverbindungsstraße mal gebaut worden. Sie hat keinen ausgewiesenen Radweg, sie hat nicht einmal einen Gehweg." Besonders kritisch sieht er, dass diese Straße auch ein Schulweg ist. Allerdings ist er als solcher gar nicht nutzbar, weil es für die Kinder viel zu gefährlich sei, hier mit dem Fahrrad zu fahren.

Deshalb hat Stephan Reuß bereits im Dezember einen Brief an den baden-württembergischen Verkehrsminister Winfried Hermann geschickt, und eine Bitte geäußert: wenn alle Brücken auf der B463 zwischen Balingen und Albstadt erneuert werden, soll bei der Bauplanung die Brücke über der Hurdnagelstraße als Erste berücksichtigt werden. Und im Zuge der Sanierung soll auch gleich die Straße erneuert werden und einen  Anschluss an die Bundesstraße kriegen, dann würde der überörtliche Verkehr nicht mehr durch die Ortschaft fahren müssen.

Derzeit müssen sich die Mitarbeiter der ortsansässigen Firmen und auch Schwerlasttransporte ihren Weg aber noch durch die Ortschaft bahnen. Das belästige die Anwohnerinnen und Anwohner. Der Anschluss an die B463 würde den Verkehr dahin bringen, wo er hingehört: auf eine Überlandstraße.

Auf dem Individualverkehr liege derzeit aber nicht der Fokus des Landes, kritisiert Reuß: Mit jedem Regierungswechsel würden sich nämlich auch die politischen Ansichten ändern und dementsprechend auch die umgesetzten Projekte.

Dass es für die Verkehrswende aber auch sinnvoll sein könnte, die gut genutzte Hurdnagelstraße auszubauen, erklärt der Ortsvorsteher so: "Verkehrswende und Umweltbelastung heißt ja nicht nur Abgase, sondern auch Lärm und Abrieb der Straßen. Wenn ich den überörtlichen Verkehr nicht mehr in der Ortschaft habe, habe ich eine große Entlastung für die Umwelt, aber es wären auch kürzere Wege, es würde kürzer gefahren werden. Wir hätten einen zusätzlichen Anschluss, der durchaus den ÖPNV stärken könnte. Wir haben ums Eck unseren Bahnhof, sodass ein Zusammenspiel zwischen Bus und Zug viel besser möglich wäre."

All das hat Reuß in dem Schreiben an den Grünen Verkehrsminister im Dezember deutlich gemacht – eine Antwort hat er allerdings nicht bekommen. "Ich vermute jetzt einfach mal, dass es in der Organisation ein Unglück gab und unser Schreiben verloren ging", so Reuß. Spannend finde er aber, dass er auch bei der Landtagsabgeordneten Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut angefragt haben, ob sie sich des Themas annehmen könne - und sie habe eine Antwort bekommen. Das Thema sei also durchaus bekannt im Verkehrsministerium.

Reuß hat im April auf jeden Fall ein erneutes Schreiben aufgesetzt – er ist sich sicher, dass dieser Erinnerungsbrief diesmal gelesen werde und sie eine Antwort bekommen werden.

(Zuletzt geändert: Freitag, 07.05.21 - 17:06 Uhr   -   980 mal angesehen)

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