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Tübingen

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Amnesty International startet Briefmarathon im Rathaus Foyer

Am zehnten Dezember 1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet. Seitdem wird der zehnte Dezember als Tag der Menschenrechte gefeiert und auch zum Anlass genommen, um auf weltweite Menschenrechtsverstöße hinzuweisen. Seit gestern liegen daher im Foyer des Tübinger Rathauses zehn ausgewählte Beispiele solcher Menschenrechtsverletzungen aus, die Teil des alljährlichen Briefmarathons der Amnesty International sind.

Jedes Jahr schreiben hunderttausende Menschen in allen Teilen der Welt Millionen Briefe, in denen sie Menschen, deren Rechte verletzt werden, ihre Solidarität ausdrücken oder ganz konkret an die Regierungen appellieren, die Menschenrechte zu wahren.

Am Montag startete auch in Tübingen der diesjährige Briefmarathon der Amnesty International. Zehn ausgesuchte Fälle von Menschenrechtsverletzungen werden dabei vorgestellt.

„In einem Fall geht es um eine junge Iranerin, die zum Weltfrauentag in der Teheraner U-Bahn Blumen verteilt hat ,mit ihrer Mutter. Und daraufhin kursierte in den Medien ein Video von ihr, wie sie eine Blume überreichend, zu einer Frau mit Kopftuch gesagt hat, ich wünsche mir, dass wir eines Tages auf der Straße nebeneinander laufen können, du mit Kopftuch und ich ohne. [...] Daraufhin, dass dieses Video in den sozialen Medien so eine große Aufmerksamkeit erregt hat, wurde sie zu 16 Jahren Haft verurteilt", erzählt Isabel Denzel, die Gruppensprecherin von Amnesty International Tübingen.

2018 wurden weltweit mehr als 5,9 Millionen Briefe verschickt, aus Tübingen kamen knapp 900. Doch lassen sich Regierungen, die Menschenrechte verletzten, von Briefen überhaupt beeindrucken?

„Das funktioniert durch die Masse. Also ganz klar, weil wir so eine große Bewegung sind. Amnesty International ist ja die größte weltweite Menschenrechtsbewegung und da muss man ganz klar sagen, die Masse macht es. Dadurch, dass wir so viele sind, muss nur jeder wirklich ein, zwei Minuten opfern, sich das durchlesen und seine Unterschrift drunter setzen. Und das finde ich einfach ein tolles Erfolgsmodell, weil man mit so wenig Aufwand als Einzelner wirklich was bewirken kann", so Denzel.

Rund ein Drittel aller Fälle, die bei Amnesty International behandelt werden, zeigen Wirkung. Auch Oberbürgermeister Boris Palmer kam vorbei, um die Aktion in seinem Rathaus zu unterstützen.

„Ich finde es ganz klasse, dass die Amnesty Gruppe in Tübingen jedes Jahr wieder den Briefmarathon durchführt und immer aus Anlass des Jahrestags der Erklärung der Menschenrechte zehn ganz besonders gravierende Fälle hier im Rathaus vorstellt und die Möglichkeit gibt, den Menschen wenigstens durch Unterschrift zu helfen und solidarisch mit ihnen zu sein.

Die jeweiligen vorgefertigten Briefe liegen noch bis zum 19. Dezember im Foyer des Tübinger Rathauses aus.Und wer es nicht dorthin schafft, kann auch ganz einfach online, unter www.briefmarathon.de, die Aktion der Amnesty International unterstützen.


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