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Hechingen

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Spatenstich am Obertorplatz - Die Neugestaltung in der Innenstadt hat begonnen

Was lange währt, wird endlich gut. Am Hechinger Obertorplatz rollen jetzt die Bagger und Baumaschinen. Denn mit dem Spatenstich ist das über lange Jahre geplante, aber nicht unumstrittene, Projekt "Neugestaltung Obertorplatz" jetzt in seine Umsetzungsphase eingetreten. Ein Schritt, an den manch einer schon gar nicht mehr recht geglaubt hat.

So sieht er aus: der Hechinger Obertorplatz – mitten im Herzen der Zollernstadt. Doch sein Erscheinungsbild soll sich in den kommenden Jahren – bis zum Mai 2021 – radikal verändern. Schöner werden, versteht sich!

Die erste Beigeordnete der Stadt Dorothee Müllges beschreibt den Platz als Bereich, in dem Jung und Alt sich wohl fühlen soll. Kinderspielplätze, Cafés, aber auch Bereiche für Jugendliche - geschützt vom Verkehr. Dabei stellte sich heraus, dass es der Hechinger Jugend besonders wichtig ist, einen sauberen Platz zu bekommen, der für ältere oder gehandicapte Mitbürger ebenso nutzbar ist, wie für sie selbst.

Ronja Schumacher arbeitet in der Stadtplanung, sie erklärt, dass viele denken, in Hechingen finde wenig Kommunikation statt. Auch darum sei es wichtig, die Jugendlichen aktiv einzubinden. Sie werden schließlich am meisten Zeit auf dem Platz verbringen - später zum Beispiel auch mit ihren Kindern.

Entsprechend wurden ihre Wünsche – wo es möglich und umsetzbar schien – natürlich auch berücksichtigt. Die Jugendlichen hätten sich Trampoline gewünscht, sowie eine Wasserachse mit Wasserspielzeug. Außerdem eine Klettermöglichkeit, die jetzt in dem Bewegungsmobile eingearbeitet sei.

Doch bis zum ersten Spatenstich war es ein langer Weg – für Stadtverwaltung, Gemeinderat und Bürger. Denn vor allem die anliegenden Einzelhändler haderten lange mit der Planung für die Umgestaltung des bisher überwiegend als Parkplatz genutzten Areals.

Mit der Umgestaltung würde die Stadt eine Aufenthaltsqualität für alle Generationen schaffen, so Bürgermeister Philipp Hahn. Man könne aber nicht mehr in diesem Maß parken. Das stelle eine Konfliktlinie mit den Geschäftsbetreibern dar. Die Stadt sei nun gefordert, Alternativen zu finden, zum Beispiel mit dem Bau einer kleinen Tiefgarage neben der Stadthalle Museum oder Parkmöglichkeiten auf dem Platz.

Allerdings – so der Plan – soll die Hechinger Oberstadt durch die Neugestaltung ihres zentralen Platzes sowieso vom vielen Verkehr entlastet werden. In den veranschlagten Kosten von etwa 6,3 Millionen Euro ist die Änderung des derzeitigen Straßenverlaufs also miteinkalkuliert. Die Stadt bekomme 1,3 Millionen Euro vom Land Baden-Württemberg aus einem Förderprogramm - dafür zeigt sich der Bürgermeister sehr dankbar.

Bis es soweit ist und die Hechinger das neu belebte Herz ihrer Stadt "nutzen" können, müssen sich die Anlieger jedoch auf eine anstrengende Bauzeit einrichten, dessen ist sich auch die Stadtverwaltung bewusst. Sie bittet die Bürger um Verständnis und Geduld und verspricht ein offenes Ohr und eine schnelle Lösungssuche, falls ernstzunehmende Probleme auftreten sollten.


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