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Tübingen

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25. Jubiläum - Umbrisch-Provenzalischer Markt

Wer sich vor dem Winter noch mit mediterranen Spezialitäten eindecken möchte, oder einfach ein letztes Mal Sommerurlaubs-Gefühle aufleben lassen möchte, ist auf dem umbrisch-provenzalischen Markt in Tübingen genau richtig. Am Mittwoch wurde der südländische Markt mitten im Herzen einer schwäbischen Altstadt feierlich eröffnet. Und in diesem Jahr feiert der Markt außerdem sein 25. Jubiläum.

Und das ist eine ganze Menge: von leckeren Käsespezialitäten, Trüffelbutter oder außergewöhnlichen Soßen bis hin zu ganz besonders geformten Eierbechern – weit und breit ist in der Tübinger Altstadt ein Hauch von Süden in Sicht.

In diesem Jahr feiert Tübingen das 25.Jubiläum des umbrisch-provenzalischen Marktes - und damit einhergehend auch die Freundschaft zu den Partnerstädte Perugia und Aix-en-Provence. Das freut auch Oberbürgermeister Boris Palmer, der den Markt bei Sonnenschein eröffnen konnte.

„Ich bin jetzt schon 13 Jahre Oberbürgermeister mit diesem Markt und ich bin in Tübingen seit es den Markt gibt. Er ist mir ans Herz gewachsen. Es ist die fünfte Jahreszeit Tübingens, wo man zusammenkommt, gemeinsam feiert und wunderbare Produkte aus unseren Partnerstädten genießt und wo europäische Freundschaft gelebt wird", schwärmt Palmer.

Für das Jubiläum haben sich die Veranstalter natürlich auch etwas Besonderes einfallen lassen.

„Wir beziehen z.B. den Neckar mit ein, mit einem Konzert auf Stocherkähnen. Und die Ammergasse, die bisher nicht Teil des Marktes war, ist zu einer langen Bank geworden, an der man Essen kann. Und die wird überdacht von Regenschirmen in den Farben der Partnerstädte, so dass man in einer umbrisch-provenzalischen Gasse gehen kann. Wir hoffen, es gibt gar keinen Regen, dann werden das jetzt also Sonnenschirme sein", erklärt Palmer.

Doch nicht unbedingt das Neue ist es, was die Menschen jedes Jahr zuhauf auf den Markt lockt.

„Es ist für uns einfach Tradition, dass Vieles hier gleich bleibt, dass die Menschen, die den Markt sicher oft besuchen, sich wiederfinden. Die Stände sind gleich, die Anordnung ist gleich, dass ist ein Stück weit Kontinuität und wir mischen nicht soviel Neues durch, weil sich das einfach seit 25. Jahren bewährt", erklärt Jörg Romanowski vom Handel- und Gewerbeverein Tübingen.

Trotzdem gibt es auch einen neuen Bonbon-Stand aus Aix-en-Provence, der sicher seine Liebhaber finden wird.

Zum reichen kulturellen Rahmenprogramm gehören jedes Jahr viele Stationen. Auf dem Neckar gibt es traditionell eine Stocherkahnfahrt mit Weinprobe. In diesem Jahr zu Gast sind auch wieder die Fahnenschwinger von Gubbio. Sich auf die andere Kultur einlassen, probieren und sich austauschen – das ist es, wovon der Markt lebt.

Erika Jantzen aus Tübingen verkauft an ihrem Stand Blumen und Stauden und ist seit 24 Jahren schon Teil des Marktes. Der Austausch mit den Partnerstädten gefällt ihr ganz besonders.

„Es haben sich immer wieder sehr schöne Freundschaften entwickelt, z.B. mit Franzosen, die dann meine Pflanzen kaufen und die sie dann mit nach Frankreich nehmen und in ihre Gärten pflanzen. Da kommt man dann natürlich ins Gespräch, ich spreche jetzt nicht gut französisch, aber mit Händen und Füßen kann man sich immer verständigen und durch die Blume natürlich ohnehin", erklärt Jantzen.

Bis einschließlich Sonntag wird in Tübingen noch mediterranes Flair versprüht – insgesamt rechnen die Veranstalter, wie in jedem Jahr, mit über 100.000 Besuchern.


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