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Mössingen / Dußlingen / Nehren / Ofterdingen

Foto: RTF.1
Steinlachtal feiert 100 Jahre Wasserversorgung durch Zweckverband

Es ist die Grundlage allen Lebens: das Wasser. Wir haben den Luxus, einfach nur den Wasserhahn aufzudrehen und das wichtigste Lebensmittel direkt ins Haus zu bekommen. Im Steinlachtal schaut man in diesem Jahr ganz besonders auf die Geschichte der Wasserversorgung zurück - denn die feiert ihren 100. Geburtstag.

Noch im 19. Jahrhundert wurde die Bevölkerung im Steinlachtal im Wesentlichen durch Brunnen versorgt. Dann im Jahr 1919 gründete sich der Zweckverband Steinlach-Wasserversorgung der Gemeinden Dußlingen, Mössingen, Nehren und Ofterdingen, der die moderne Wasserversorgung seiner Bevölkerung ins Rollen brachte. Ein weitsichtiger Zusammenschluss.

„Im Jahr 1919 war das damals nicht selbstverständlich. Aber die Not in einigen Gemeinden war so groß, dass man mit diesem Zusammenschluss der Steinlach-Gruppe, wie es damals hieß, die Notwendigkeit sah, hier eine Wasserversorgung aufzubauen. Ein von Erfolg gekrönter Beschluss, das sieht man hier, dass wir nach hundert Jahren eine hervorragende und sehr sichere Wasserversorgung für die Bürgerinnen und Bürger hier im Steinlachtal haben", erklärt der Mössinger Oberbürgermeister, Michael Bulander.

Die Wasserversorgung entwickelte sich im Laufe der Zeit weiter und wurde nach und nach durch den Bau von Brunnen und Pumpwerken, einer Grundwassergewinnungsanlage, eines Wasserwerks und den Trinkwasserhochbehältern bis heute stetig erweitert.

Seit 1966 bekommt die Steinlachgruppe zusätzlich auch Wasser aus dem Bodensee. So wird das eigene Wasser zurzeit mit 40% Bodenseewasser gemischt. Die Versorgungssicherheit, für die rund 36.000 Wasserabnehmer, sei damit gesichert.

Das 1991 gebaute Wasserwerk in Kilchberg, wurde damals als eines der modernsten Wasserwerke in der Bundesrepublik eröffnet. Und auch die Wasserqualität des Standortes in Kilchberg war eine gute Wahl. Der Nitrat-Wert liegt hier nur bei 15mg. Der Höchstwert liegt bei 50mg.

Doch wie sieht es eigentlich mit der Wasserversorgung in extrem heißen Sommern, wie beispielsweise 2018, aus? Gibt es da Probleme?

„Auch bei einem trockenen Sommer wie in 2018 sind wir in der Lage, Wasser zu fördern. Natürlich ist das momentan ein großes Thema bei den trockenen Sommern und auch bei der Klimaerwärmung. Da ist man natürlich auch immer sehr darauf bedacht, wie es mit der Wasserförderung letzten Endes weitergeht. Wir haben durchaus in trockenen Sommern die Problematik, dass wir ein kalkhaltigeres, härteres Wasser haben, dass können wir aber mit der Beimischung ausgleichen", erklärt Bulander.

Mit der Beimischung ist der Anteil des Bodenseewassers gemeint. Denn das ist deutlich weicher. Statt dem üblichen Mischungsverhältnis von 60/40 Prozent, könnte dieses beispielsweise auf 50/50 Prozent angepasst werden.

Um das 100. Jubiläum gebührend zu feiern und auch den Bürgerinnen und Bürgern die Geschichte der Wasserversorgung im Steinlachtal näher zu bringen, wird es am kommenden Sonntag (15.09.2019) von 11 bis 17 Uhr einen „Tag der offenen Tür" im Wasserwerk Kilchberg geben. Extra für diesen besonderen Tag, wird auch ein direkter Buspendelverkehr eingerichtet.


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