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Integrationsbeauftragte

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Widmann-Mauz für Schulpflicht auch bei schlechten Deutschkenntnissen

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz, hat den Vorstoß ihres Parteifreunds Carsten Linnemann für eine spätere Einschulung von Kindern mit schlechten Deutschkenntnissen zurückgewiesen. An der Schulpflicht gebe es nichts zu rütteln, sagte die Bundestagsabgeordnete aus Tübingen.

"An der Schulpflicht gibt es nichts zu rütteln", sagte Widmann-Mauz der "Rheinischen Post". "Was wir aber brauchen, ist gezielte Sprachförderung von Anfang an." Die CDU-Politikerin verwies auf ihre entsprechende Initiative mit den CDU-Bildungsministern bei der Kultusministerkonferenz.

"Wir brauchen verpflichtende Sprachtests und Förderprogramme, die möglichst früh ansetzen", sagte Widmann-Mauz. Lehrer verdienten im Alltag mehr Unterstützung, beispielsweise durch mehr begleitende Sprachvermittlung an Schulen und gemischte Teams mit Sozialarbeitern, Erziehern und Sozialpsychologen. "Und auch die Eltern müssen wir stärker in die Pflicht nehmen. Denn Bildung ist entscheidend für die Integration und Zukunftschancen aller Kinder."

Der CDU-Politiker Carsten Linnemann hatte zuvor erklärt: "Ein Kind, das kaum Deutsch spricht und versteht, hat auf einer Grundschule noch nichts zu suchen." Er plädierte für eine Vorschulpflicht für Kinder, die schlecht Deutsch können. Notfalls müsse die Einschulung zurückgestellt werden.


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