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Kirchentellinsfurt / Tübingen

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Frauenpower - Erste reine Feuerwehrfrauengruppe macht Leistungsabzeichen in Bronze

In Kirchentellinsfurt gab es heute eine Premiere: erstmals trat eine reine Frauengruppe der Freiwilligen Feuerwehr an, um das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze zu erwerben. Soviel Frauenpower konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen - aber lesen Sie selbst.

An diesem Samstagmorgen ist der Puls der Damen hoch – kein Wunder: sie treten nämlich nicht nur ihre Prüfung zum Leistungsabzeichen in der Stufe Bronze an, sondern sind auch im Fokus der Zuschauer und der Medien, da sie die erste reine Feuerwehrfrauengruppe im Landkreis Tübingen bilden. Reine Frauengruppen kommen selten vor, weil Positionen wie die Maschinistin, also die Fahrzeugfahrerin, oder die Gruppenführerin oft fehlen.

„Die Anzahl der Frauen ist leider nicht so groß, dass jede Feuerwehr eine Frauengruppe stellen kann. Wir haben Glück gehabt, dass wir alle Funktionen besetzen können. Also von der Gruppenführerin bis zur Maschinistin, bis zu den einzelnen Funktionen der Löschtrupps, so dass wir jetzt gesagt haben, es wäre schön, eine reine Frauengruppe zu machen", erklärt Feuerwehrkommandant Michael Oser von der Feuerwehr Tübingen.

Beim Leistungsabzeichen Bronze muss die neunköpfige Feuerwehrtruppe einen Löschangriff simulieren und eine Person aus dem ersten Stock über eine tragbare Feuerwehrleiter retten. Dafür haben sie 7 Minuten Zeit. Gekonnt und routiniert führen die Damen, die zwischen 17 und 47 Jahre alt sind, den simulierten Einsatz durch. Dieser Meinung ist auch Feuerwehrkommandant Michael Oser.

„Die Frauengruppe hat sich sehr wacker geschlagen. Sie hat den Löschangriff ohne große Fehler bestanden und in der Zeit waren sie hervorragend, nämlich 2 Minuten vor der Zeit", so Oser.

Das Bronze Leistungsabzeichen haben die Frauen damit sicher – und die Anerkennung der Männer sicher auch. Trotzdem wünschen sich gerade die Frauen, dass noch mehr Mädels sich trauen der Feuerwehr beizutreten. Auch wenn der weibliche Anteil zwar wächst, beträgt der Landesdurchschnitt nur 5,8%. Tübingen liegt mit 7,2 Prozent etwas darüber.

„Also, die Entwicklung geht voran. Wir hoffen, dass wir jetzt heute mit dem Leistungsabzeichen nur von den Mädels, auch andere Frauen und Mädels angespornt haben der Feuerwehr beizutreten. Man sieht ja auch, dass Frauen eigentlich alles können was Männer auch machen", erklärt die Gruppenführerin der Frauengruppe, Antje Landgraf.

Und genau wie die Männer, wird heute Abend bei der feierlichen Übergabe der Leistungsabzeichen im Feuerwehrhaus in Kirchentellinsfurt erst mal ordentlich gefeiert.

Eine der Dame darf gleich doppelt feiern – denn sie hat heute außerdem Geburtstag. Warum sie sich für die Feuerwehr entschieden hat?

„Ehrenamt ist mir halt wichtig und ich mag eben die Mischung aus, dass man was Gutes tut für die Gesellschaft, dass man sportlich aktiv ist, dass man immer neue Herausforderungen hat und die Gemeinschaft. Auch die Kameradschaft, die groß geschrieben wird, die ist auch toll und was Besonderes", erzählt Stefanie Rottenau.

Ob Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau – dass Geschlecht spielt bei der Bekämpfung von Feuer und dem Retten von Leben keine Rolle. Und genau das hat die erste reine Feuerwehrfrauengruppe aus Tübingen heute eindrucksvoll unter Beweis gestellt.


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