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Tübingen

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Neue Inszenierung - Öffentliche Hauptprobe des neuen Theaterstücks am ITZ

Schon mal vor der Premiere einen Blick auf die neue Produktion des Tübinger ITZ" erhaschen. Diese Gelegenheit bot sich den Besuchern der öffentlichen Hauptprobe von "Überlebenskunst. Eine körperlich-klimatische Erforschung". Unter der Regie von Nicole Schneiderbauer versucht das Stück die unterschiedlichen Folgen des Klimawandels in choreographischen Bildern auf die Bühne zu bringen.

Ab heute Abend haben alle Freunde des zeitgenössischen Theaters die Möglichkeit das neue Stück „Überlebenskunst. Eine körperlich-klimatische Erforschung", im ITZ in Tübingen zu sehen. Das Stück handelt vom Klimawandel und der damit erforderlichen Überlebenskunst.

Wir hatten zusammen mit anderen Interessierten bereits am Mittwoch die Gelegenheit, einen Blick bei der öffentlichen Hauptprobe zu erhaschen.

Was uns sofort aufgefallen ist – einen klassisch bestuhlten Theaterraum gibt es nicht.

Regisseurin Nicole Schneiderbauer erklärt, wieso dieses besondere Bühnenbild gewählt wurde.

„Wir haben uns entschieden, weil dieses Themenfeld, um mit Ulrich Beck zu sprechen, eine Metamorphose von Welt in Gang setzen wird, also eine Veränderung von Welt im Denken und im Handeln, dass wir gesagt haben, um dieses „in Bewegung kommen" in der Gesellschaft, was momentan ja irgendwie ganz stark passiert, auch abzubilden, dass wir den klassischen Theaterraum hinter uns lassen und die Zuschauer auch in eine Art installativen, begehbaren Raum kommen", erklärt Schneiderbauer.

Das heißt, die Zuschauer müssen sich an die verschiedenen Situationen und Ortswechsel während des Stücks anpassen. Eben so, wie sie es im echten Leben aufgrund von Wetterphänomenen auch machen müssten.

Um zu überprüfen, ob diese Taktik auch tatsächlich aufgeht, wurde unter anderem die öffentliche Hauptprobe veranstaltet.

„Aber heute ist natürlich super spannend für mich, um noch zu gucken - wie bewegen sich die Leute im Raum, wie mutig sind sie auch, wie gehen die Schauspieler dann damit um? Weil man dann natürlich immer gucken muss, neu ausloten muss, wo sind die Menschen überhaupt, in welche Richtungen spiele ich oder eben auch nicht, wie schickt man eben auch die Leute von einem Ort zum anderen", so Schneiderbauer.

Und die Zuschauer nutzten durchaus die neue Möglichkeit, sich den drei Performern im Raum zu nähern oder sich auch wieder von ihnen zu distanzieren.

Dass die öffentliche Hauptprobe gerade an einem Mittwoch statt fand, war kein Zufall.

Seit der Umstrukturierung des ehemaligen Zimmertheaters durch das neue Intendantenpaar Dieter und Peer Ripberger, gibt es jeden Mittwoch die sogenannten „sITZungen."

„Die Themen, die wir da gemeinsam besprechen und mit unseren Gästen verhandeln, die ergeben sich aus dem Spielplan. Das heißt, der „spekulativste Termin" meint genau das, manchmal weiß man zwei Wochen vorher noch nicht genau was kommt, weil sich die Themen auch im Gespräch mit den Leuten die da sind, entwickeln", erklärt ITZ-Intendant Dieter Ripberger.

Bisher haben fast 50 solcher Termine statt gefunden. Doch an wen richtet sich das Angebot eigentlich genau?

„Es ist unterschiedlich. Es kommt auf den Abend drauf an, es kommt in Tübingen immer auch aufs Wetter an. Und Tübingen hat ein super vielfältiges Kulturangebot, darauf kommt es auch an. Zwischen 15 und 60 Personen ist alles möglich und wenn Sie das Foyer sehen, wenn 60 Leute da sind, dann ist hier die Bude auch brechend voll" erklärt Dieter Ripberger.

Ein brechend volles Haus, dass wünschen sich die beiden Intendanten auch für die kommenden Inszenierungen. Das aktuelle Stück von Nicole Schneiderbauer ist im ITZ noch bis zum 5. Juli zu sehen.


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