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Tübingen

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Bundesforschungsministerin Anja Karliczek besucht Cyber Valley

Der Spam-Filter der unliebsame E-Mails aussortiert, oder der Algorithmus der die Lieblingslieder zur Playlist zusammenfügt - Künstliche Intelligenz ist längst im Alltag angekommen. Im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2019 möchte Bundesministerin Anja Karliczek über KI-Technologie ins Gespräch kommen. Sie besuchte deshalb das Kompetenzzentrum für Künstliche Intelligenz an der Universität Tübingen.

Die Bundesregierung hat das Ziel, die Themen Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen in die Mitte der Gesellschaft zu bringen. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek wünscht sich eine gute Diskussion über KI, deren Chancen und deren Risiken. Den Dialog mit Verantwortlichen aus Wissenschaft und Politik in Baden-Württemberg suchte die CDU- Politikerin diese Woche in Tübingens Cyber Valley, im Kompetenzzentrum für Künstliche Intelligenz. Das Kompetenzzentrum habe den Forschungsschwerpunkt robustes Lernen, so Neurowissenschaftler Matthias Bethge. Er und seine Mitarbeiter versuchen momentan instabile Lernalgorithmen so zu konzipieren, dass deren Entscheidungen transparenter und somit vorhersehbarer werden, nur so könne erklärbare KI entstehen, betonte der Experte.Bethge fuhr fort, es werde noch eine spannende Forschungszeit, bis dieses "im Großen Stil" möglch sei.

Bundesweit ist Tübingen mit Dortmund, München, und Berlin einer von vier Standorten die ein Kompetenzzentrum für Maschinelles Lernen besitzen. Medienberichten zu folge wird das Zentrum seit dem 1. Oktober des letzten Jahres vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zunächst für vier Jahre mit rund 6,6 Millionen Euro gefördert. Da liegt es nahe, dass sich Ministerin Karliczek auch einmal ansehen wollte, was an diesen Forschungsstandorten geschieht. Von ihrem Besuch habe sie mitgenommen, dass man in Tübingen sehr gut miteinander arbeite sowohl zwischen den Disziplinen, aber auch zwischen Universität und  den Forschungseinrichtungen des Cyber Valley, so die Bundesforschungsministerin. Karliczek sieht in der gemeinsamen Arbeit einen zielführenden Weg, um die nächste Generation Technologie zu gestalten. 

Neben den zukunftsträchtigen Chancen der KI Forschung  ist es Ministerin Karliczek weiterhin wichtig auch die Risiken der KI und die damit verbundenen Sorgen der Bevölkerung nicht aus den Augen zu verlieren. Sie betonte, es sei wichtig ethische Rahmenbedingungen für die KI- Forschung zu zeichenen, so dass sichergestellt sei, dass der Mensch immer der "Letztentscheider" bleibe, nicht die Maschine.

Der Zukunft der KI- Forschung in Tübingen sieht die Ministerin zuversichtlich entgegen. Um im internationalem Wettbewerb  bestehen zu können , müssten nur  noch mehr exzellente Köpfe an das Cyber-Valley kommen, so die Ministerin im Anschluss an ihren Besuch.


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