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Tübingen

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200 Jahre Landgericht - Schwäbische Gedichte von Minister Guido Wolf

Justizminister Guido Wolf kann mehr als Politik, er kann auch reimen, und zwar auf schwäbisch. Um das 200-jährige Bestehen des Tübinger Landgerichts zu zelebrieren hielt der Jurist dort eine Rede zu Thema "Politikergschwätz" oder die Kunst des richtigen Tons natürlich g"reimt und koschtelos.

Normalerweise ewartet einen beim Betreten eines Gerichtssaals eher nichts Erfreuliches. Ganz anders am Freitagabend. Im Schwurgerichtssaal des Tübinger Landgerichts herrschte durchweg heitere Stimmung. Denn zum 200 Jahre langen Bestehen des Landgerichts hatte man sich etwas Besonderes einfallen lassen.

Wir wollten das Jubiläum zum Anlass nehmen, um die Justiz was in die Öffentlichkeit bringen, und zwar nicht nur im klassischen Bereich der Rechtssprechung, sondern  bei unserem schönen Schwurgerichtssaal, einfach andere Themen besetzen und uns etwas interessant machen, erklärt Reiner Frey, Präsident des Tübinger Landgerichts, die Idee hinter der Veranstaltungsreihe zum Jubiläum. An diesem Abend war das Interessante und Andere die Rede von Politiker Guido Wolf.

Der Justitzminister hielt unter dem Titel "Politikerg'schwätz oder die Kunst des richtigen Tons" eine humoristische, schwäbische Rede, gespickt mit Gedichten für alle Lebenslagen. Besonders freuten sich darüber die Mitglieder des Fördervereins "Schwäbischer Dialekt e.V., der die Veranstaltung in Kooperation mit dem Landgericht organisiert hatte.

Der Verein wurde 2001 gegründet und zwar vom damaligen Regierungspäsident Hubert Wicker, der den Eindruck hatte, das Land mache zu wenig für die Förderung des schwäbischen Dialekts, erläuterte der Geschäftsführer des Fördervereins, Hartmut Witte, die Entstehungsgeschichte des Vereins. Für die Förderung des schwäbischen Dialekts unterstützt der Verein seit 18 Jahren schwäbische Veranstaltungen, fördert schwäbische Künstler und  Literatur, also alles was so zur Verbreitung des Schwäbischen beiträgt. So unterstützt der Verein beispielsweise die Dialektforschung des in Tübingen ansässigen Ludwig-Uhland Instituts. Für die Zukunft wünscht sich Hartmut Witte, dass sich auch die Jugend wieder mehr dem Schwäbischen widmet.

Minister Guido Wolf pflegt "sein Schwäbisch"und für ihn geht es dabei um mehr, als um den reinen Spracherhalt. Für Ihn ist schwäbisch Teil der eigenen Identität. Deshalb sei es ihm auch wichtig zum eigenen Dialekt zu stehen. daran ließ das langjährige Mitglied des Fördervereins die Besucher der Jubiläumsfeier auch teilhaben. Da wurde auf schwäbisch gedichtet, geflucht, und am Schluss sogar gemeninsam mit allen Anwesenden, darunter auch Rottenburgs Oberbürgermeister Stephan Neher, der Tübinger Landrat Joachim Walter, und Staatssekretär Hubert Wicker, auf schwäbisch gesungen. Wolf betonte, dass insbesonder die Reimform dem  politischen Redner ganz neue Möglichkeiten gäbe mit den Zuhörern in Kontakt zu treten, vor allem für  Politiker sei dies immer eine schöne Erfahrung, fuhr der Unionspolitiker fort.  Auch für das zahlreich erschienenen Publikum war der reimende Justizminister wohl eine schöne, und vor allem neue Erfahrung. 


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