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Tübingen

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Werte vermitteln - Bedeutung von Religionsunterricht an beruflichen Schulen

Wer in der beruflichen Schule BWL lernt, der kann später die Kosten für ein Produkt berechnen. Wer den Deutschunterricht besucht, der lernt, sich gut auszudrücken. Was aber lernen diejenigen, die den Religionsunterricht besuchen? Und welche Bedeutung kommt dem interreligiösen Lernen aus Sicht der Wirtschaft zu?

Diese Fragen beschäftigen auch die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann. Sie hatte den Weg von Stuttgart auf sich genommen, um am Tübinger Theologicum über die Bedeutung des Religionunterrichtes an beruflichen Schulen zu sprechen.

Zur Veranstaltung waren auch der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst und der Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Südwürttemberg, Frank Otfried July gekommen.

Beide versuchten bei der Veranstaltung ein Zeichen für den Religionsunterricht an beruflichen Schulen zu setzten. Laut Gebhard Fürst könne die Religion einiges für die eigene Persönlichkeit leisten und auch für die Firmen bringe der Religionsunterricht Vorteile.

„Leute, die von einer Sinnorientierung her kommen, die eine starke Identität haben, die werden auch im Beruf, im Besten Sinne des Wortes verstanden, leistungsfähiger sein. Und mit diesem Pfund, das wir haben, zu argumentieren, das auch der Gesellschaft und den Schulen anzubieten. Aus diesem Impuls heraus ist diese Sache entstanden", erklärt Gebhard Fürst.

Auch Karl Schäuble, Geschäftsführer der Firma Illig Maschinenbau, hatte den Weg ins Theologicum gefunden. Er ist ebenfalls der Ansicht, dass Religionsunterricht den Charakter stärkt. Werte im Kontext eines Unternehmens zu vermitteln, sei eine unmöglich zu meisternde Aufgabe. Deshalb brauche es den Religionsunterricht.

„Und da geht es eben darum, dass man den Jugendlichen, speziell in der Berufsschule, das Verständnis für die Religionen einfach mal vermittelt und natürlich auch über den Umgang miteinander, mit den verschiedenen Religionen Aktzeptanz und Toleranz vermitteln kann", so Schäuble.

Religionslehre sei ein wichtiger Baustein der beruflichen Bildung - darüber waren sich die Anwesenden einig. Diese Stellung müsse der Religionsunterricht unbedingt beibehalten.


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