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Reutlingen

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Bundeskanzlerin Merkel in Reutlingen - Endspurt im Wahlkampf

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat heute auf dem CDU-Landesparteitag in der Reutlinger Stadthalle gesprochen. Wir waren mit einem Team vor Ort. Mit RTF.1 und BWeins sprach die Bundeskanzlerin anschließend über ihre wichtigsten Themen.

Noch zwei Wochen bis zu Wahl. Der 71. Landesparteitag - noch einmal die Chance, alle Parteimitglieder auf den Endspurt einzuschwören. Den Anfang machte CDU-Landeschef Thomas Strobl.
Der Landesparteitag ist aber auch die Chance für die CDU-Bundesvorsitzende und Kanzlerin Angela Merkel noch einmal ganz klar Position zu beziehen und Erfolge zu präsentieren.

"Heute sind wir Wachstumsmotor in Europa.Heute sind wir Stabilitätsanker in Europa. Weil wir soviele Arbeitsplätze geschaffen haben. Weil wir heute allein fünf Millionen mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse haben, als das vor zwölf Jahren der Fall war", sagte Merkel: "Das ist unser Erfolg!"

Keine Erbschaftssteuer, Steuererleichterung für kleine und mittelständische Unternehmen und bis 2025 mehr Geld für Forschung und Entwicklung – das ist der Fahrplan der CDU. Weiter soll der Bund die Länder in Sachen Bildung und Digitalisierung unterstützen und auch finanzschwachen Kommunen zum Beispiel bei der Sanierung von Schulen helfen helfen. Das soll gelingen,ohne neue Schulden zu machen.

"Und das ist nicht die Verliebtheit in die schwarze Null, wie uns oft vorgeworfen wird. Sondern das ist Generationengerechtigkeit pur: Wir denken an die Kinder und Enkel, wenn wir keine neuen Schulden machen. Damit sie eine gute Zukunft haben." so Merkel.

Auf der andere Seite habe die Union aber auch ein Rentenkonzept bis 2030. Bleibt die Union Regierungspartei, soll eine Rentenkommision eingesetzt werden, die die Rente mit 67 bis 2029 sichern soll.

Ein anderer Schwerpunkt, und eine große Herausforderung: Die innere Sicherheit. Merkel dazu nach ihrer Rede im Interview mit BWeins- und RTF.1-Moderator Roland Steck:  "Wir haben im Grunde zwei Probleme: Auf der einen Seite haben wir Fachkräftemangel in vielen Bereichen. Das heißt, wir brauchen schon ein Fachkräfte-Zuwanderungsgesetz."

Auf der anderen Seite habe man aber auch "illegale Migrationen und wir haben die Flüchtlingsbewegung, diese große humanitäre Herausforderung gehabt. Und hier müssen wir steuern und ordnen und reduzieren. Und gleichzeitig für die, die Bleiberecht haben, die Integration voranbringen: Wir haben ein Grundgesetz. Wir haben Regeln, nach denen wir zusammen leben. Und die müssen wir natürlich auch einfordern", so die Bundeskanzlerin.

Eines der beherrschenden Themen 2017: der Dieselskandal. Gerade in Baden Württemberg – Autoland - mit vielen Arbeitsplätzen die daran hängen. "Wir haben dazu mit den Kommunen gesprochen. Wir sprechen mit der Automobil-Industrie. Die Automobil-Industrie hat die Verantwortung, einen Teil des Schadens, der eingetreten ist, wieder gut zu machen", sagte Merkel: " Wir brauchen moderne Verkehrs-Konzepte. Und wir werden dazu auf Seiten des Bundes unterstützen. Wir wollen Fahrverbote vermeiden, damit Menschen ihr Diesel-Auto auch weiter nutzen können. Und wir wollen gleichzeitig den Weg der Automobil-Industrie in die moderne Technologie auch ermöglichen.". "Das", so die Kanzerlin, sei "ein bisschen wie die Quadratur des Kreises."

Die CDU wolle nicht die Hände in den Schoß legen, das Deutschland brauche Stabilität und Sicherheit und könne sich keine Experimente erlauben, Rot-Rot-Grün sei schlecht für das Land, damit beendete die Bundeskanzlerin ihre Rede und verließ unter großem Medien und Sicherheitsaufgebot die Reutlinger Stadthalle.

Hier unser Video!  

 

Erweiterte Version - Stand: 10.09.2017 - 09:48


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